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Geschichte

Struwwelpeter

15 Min.7-9 Jahre

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Das ist der Anfang der Geschichte. Die ganze Geschichte läuft in der Sonacast-App.

Die Geschichte

Einleitung

Hallo, liebe Kinder! Habt ihr euch jemals gefragt, was passiert, wenn man nicht auf Mama und Papa hört? Oder wenn man seine Haare nicht kämmt und seine Nägel nicht schneidet? Heute tauchen wir ein in eine ganz besondere Sammlung alter Geschichten, die uns auf spielerische Weise zeigen, warum es manchmal gut ist, auf die Erwachsenen zu hören. Wir treffen Kinder wie den Struwwelpeter, den Zappel-Philipp und den Hans Guck-in-die-Luft. Seid ihr bereit für spannende Abenteuer und kleine Lektionen fürs Leben? Dann spitzt die Ohren!

Der Struwwelpeter

Na, dann horcht mal gut zu! Unsere erste Geschichte handelt von einem Jungen, dessen Name war… Struwwelpeter. Stellt euch vor, der kleine Peter mochte es gar nicht, seine Haare zu kämmen. Er ließ sie einfach wachsen und wachsen, bis sie wild und durcheinander waren, wie ein kleines Vogelnest auf seinem Kopf! Und seine Fingernägel? Oh je! Die schnitt er auch nie! Sie wurden lang und schmutzig, so lang, dass man damit fast etwas kratzen konnte. Kein Wunder, dass ihn niemand gerne anfassen wollte. Wenn er spielte, sagten die anderen Kinder: „Geh weg, Struwwelpeter! Deine Haare kratzen und deine Nägel sind so lang und eklig!“ Er sah wirklich ein bisschen gruselig aus, mit seinen langen, ungepflegten Haaren und den schmutzigen Nägeln. Niemand wollte mit ihm Ball spielen oder Fangen spielen. Das war doch traurig, oder? Vielleicht hätte er doch lieber auf Mama gehört und sich gekämmt und die Nägel geschnitten. Was meint ihr?

Die Geschichte vom Zappel-Philipp

Manchmal, liebe Kinder, ist es gar nicht so einfach, still zu sein, wenn man ganz aufgeregt ist, oder? Aber unsere Eltern wissen oft, was gut für uns ist. Ich erzähle euch jetzt von einem Jungen namens Philipp. Philipp war ein lieber Junge, aber beim Essen konnte er einfach nicht still sitzen. Jeden Mittag, wenn die Familie am Tisch saß, begann das große Zappeln. 'Philipp, mein Kind', sagte die Mama, 'sitze doch einmal still!' Und der Papa mahnte: 'Ein braver Junge sitzt ruhig beim Essen.' Doch Philipp hörte nicht zu. Er schaukelte auf seinem Stuhl hin und her, als wäre er ein kleines Schiff auf wilden Wellen! Er zappelte mit den Beinen, wippte mit dem Oberkörper und drehte sich im Kreis, ganz unruhig. Mama und Papa baten ihn immer wieder: 'Philipp, sitz still! Pass auf!' Aber Philipp schaukelte und schaukelte... und da! Mit einem lauten 'RUMMS!' kippte der Stuhl! Philipp fiel mitsamt seinem Teller Suppe und dem Glas Wasser auf den Boden! Oh weh, oh je! Alles war nass und zerbrochen. Da lag Philipp nun, mitten in einer Pfütze aus Suppe und Brei. Mama und Papa schauten ganz betrübt. Der kleine Zappel-Philipp war ganz durchnässt und beschämt. Das war wirklich eine große Sauerei! Und eine Lehre für den kleinen Philipp. Seit diesem Tag versuchte er, ein bisschen stiller zu sitzen, wenn es Essen gab. Denn es ist viel schöner, sein leckeres Essen in Ruhe zu genießen, als auf dem Boden zu landen, findet ihr nicht auch?

Die Geschichte vom Hans Guck-in-die-Luft

Manchmal ist es gar nicht so einfach, sich auf eine Sache zu konzentrieren. Es gab da einen Jungen, der so verträumt war, dass er immer nur in den Himmel schaute. Sein Name war Hans. Aber alle nannten ihn 'Hans Guck-in-die-Luft'. Hans Guck-in-die-Luft – der Name passte perfekt zu ihm. Denn Hans war ein Wolken-Träumer. Beim Spazierengehen waren seine Augen immer oben, wo Vögel zwitscherten und Schäfchenwolken tanzten. Er sah Drachen, Feenschlösser und manchmal sogar ein fliegendes Einhorn. Das war wunderschön und aufregend, ja, aber es hatte leider auch seine Tücken. Eines sonnigen Nachmittags, sah Hans einen riesigen, flauschigen Wolkenhund am Himmel entlangschwimmen. 'Oh, schau mal, ein riesiger Wolken-Pudel!', rief er. Er lief und lief, die Nase hoch, die Augen fest auf diesen Wolkenhund gerichtet. Er bemerkte nicht, wie sich vor ihm ein kleiner, frecher Straßenköter in die Sonne gelegt hatte. BUMMS! Hans stolperte mit einem lauten 'Oje!' über den Hund. Der Köter bellte erschrocken und rannte davon. Hans fiel hin, mitten auf den staubigen Weg. 'Autsch, das tat weh!', murmelte er und rieb sich das Knie. 'Ich hätte wohl doch besser nach unten schauen sollen.' Aber Hans lernte nicht schnell. Schon am nächsten Tag war er auf dem Weg zum Spielplatz. Viele bunte Schmetterlinge tanzten durch die Luft, wie lebendige Blütenblätter. Hans war fasziniert von einem besonders schönen Schmetterling mit blauen Flügeln und goldenen Punkten. 'Wohin fliegt der wohl?', dachte er und folgte ihm Schritt für Schritt. Seine Augen folgten nur dem tänzelnden Schmetterling. Er sah nicht die anderen Kinder, die spielten. Und er sah schon gar nicht den großen, tiefen Graben, der plötzlich vor ihm auftauchte. Und so kam es, wie es kommen musste. Platsch! Mit einem lauten Geräusch machte Hans Guck-in-die-Luft einen riesigen Satz mitten in den kalten Bach. Das Wasser spritzte hoch, und Hans war von Kopf bis Fuß nass. Seine Schuhe gluckerten, seine Hose klebte, und sogar seine Lieblingsmütze hing ihm schief im Gesicht. Der blaue Schmetterling flog unbeeindruckt weiter, und Hans stand da, triefend nass, frierend und verdattert. Nicht nur seine Sachen waren nass, auch sein Butterbrot mit Erdbeermarmelade schwamm jetzt in Krümeln im Bach. Und sein brandneues Lieblingsspielzeug, ein kleiner, roter Holzfrachter, war schon ganz weit weggeschwommen. Die anderen Kinder, die Hans zugewinkt hatten, kamen schnell herbeigelaufen. Sie lachten nicht, aber sie sahen ihn besorgt an. Ein freundliches Mädchen, Emma, reichte ihm die Hand. 'Hans', sagte sie, 'du musst doch wirklich ein bisschen mehr aufpassen, wohin du läufst! Die schönen Wolken laufen ja nicht weg. Aber ein Bach ist gefährlich, und dein Butterbrot ist jetzt leider eine Fischmahlzeit!' Hans kletterte mühsam aus dem Wasser, seine Zähne klapperten. 'Du hast Recht, Emma', sagte er und zitterte. 'Das war ganz schön kalt!' Emma und ihre Freunde halfen ihm, seine nassen Schuhe auszuziehen und seine Hose auszuwringen. Sie gaben ihm sogar ein großes Stück von ihrem eigenen Butterbrot ab. Seit diesem nassen Tag versuchte Hans Guck-in-die-Luft, ein bisschen mehr darauf zu achten, wo er hintrat. Er schaute immer noch gerne in den Himmel, denn die Wolken und Vögel und Schmetterlinge waren einfach zu schön, um sie ganz zu ignorieren. Aber er hatte gelernt, auch ab und zu mal auf den Boden zu schauen. Damit er nicht wieder stolperte oder in einen Bach fiel. Und wisst ihr, was das Allerbeste daran war? Wenn er aufmerksam war und seine Augen mal nach unten richtete, entdeckte er manchmal auch ganz spannende Dinge! Einen glitzernden Stein, eine bunte Feder oder sogar eine kleine Marienkäfer-Familie. So verpasste er keine einzige Schönheit mehr – weder oben am weiten Himmel noch unten auf dem spannenden Weg. Also, liebe Kinder, es ist wunderbar, zu träumen und die Welt zu bestaunen. Lasst eure Fantasie fliegen! Aber vergesst nicht, auch immer ein bisschen auf eure Schritte zu achten. Damit ihr sicher ans Ziel kommt und keine spannenden Dinge verpasst – egal, ob sie hoch oben in den Wolken schweben oder direkt vor euren Füßen liegen! Denn die Welt ist voller Wunder, überall!

Die gar traurige Geschichte mit dem Feuerzeug

Manchmal gibt es aber auch Dinge auf dieser Welt, die zwar hell leuchten und faszinierend aussehen, aber doch ganz und gar nicht gut für uns sind. Und von so einer Sache erzähle ich euch jetzt. Es ist eine Geschichte, die uns daran erinnert, wie wichtig es ist, auf Mama und Papa zu hören, besonders wenn sie uns vor etwas warnen. Es war einmal ein kleines Mädchen namens Pauline. Pauline war ein aufgewecktes Kind mit großen, neugierigen Augen, die alles entdecken wollten. Ihre Eltern hatten ihr oft gesagt: „Pauline, mein Schatz, spiel niemals mit Feuer! Das ist gefährlich und kann dir wehtun.“ Sie hatten ihr gezeigt, dass Feuer zwar warm ist und Licht spendet, aber auch sehr, sehr heiß werden kann und Dinge verbrennt. Pauline nickte dann immer, als hätte sie es verstanden. Aber tief in ihrem Herzen war sie doch noch sehr neugierig. Eines Tages waren Paulines Eltern für einen Moment aus dem Haus gegangen, um schnell etwas zu erledigen. „Bleib schön brav, Pauline! Wir sind gleich wieder da“, hatten sie gerufen. Pauline war nun ganz allein im Zimmer. Da sah sie auf dem Tisch ein kleines Schächtelchen liegen. Es war ein Feuerzeug. Ein Feuerzeug, mit dem Papa manchmal die Kerzen anzündete. Es glitzerte so schön und sah so interessant aus. Paulines Augen wurden groß, und ein kleines Kitzeln breitete sich in ihrem Bauch aus. Sie dachte: „Ach, ein ganz kleines bisschen schauen wird doch nicht schlimm sein.“ Sie streckte ihre Hand aus und nahm das Feuerzeug. In diesem Zimmer lebten auch zwei Katzen, die Pauline sehr lieb hatten. Ihr Name war Minz und Maunz. Sie waren schlaue Katzen, die schon viel erlebt hatten. Als sie sahen, wie Pauline das Feuerzeug in die Hand nahm, spürten sie, dass etwas Schlimmes passieren könnte. Minz, die ältere Katze, miaute laut: „Miau! Pauline, tu das nicht! Das ist gefährlich!“ Maunz, die jüngere, sprang sogar auf den Tisch und versuchte, das Feuerzeug mit ihrer Pfote wegzuschubsen. „Miau, miau! Nein, Pauline, lass das sein!“, rief sie. Aber Pauline hörte nicht auf ihre Katzenfreunde. Ihre Neugier war viel zu groß. Sie hatte den Rat ihrer Eltern vergessen. Sie hielt das Feuerzeug fest und rieb daran. Und siehe da! Ein kleines Flämmchen tanzte auf einmal hervor, ganz klein und hell. „Oh, wie schön!“, dachte Pauline. Es war so rot und golden und warm. Sie lachte und hielt die kleine Flamme ein bisschen zu nah an ihren Finger. „Autsch!“, rief sie dann. Es war doch heißer, als sie dachte. Die beiden Katzen Minz und Maunz schauten Pauline mit großen, traurigen Augen an. Sie miauten immer wieder, aber Pauline hörte nicht zu. Sie spielte weiter mit der kleinen Flamme. Sie sah einen Vorhang, der ganz in der Nähe hing, so leicht und dünn. Und Pauline dachte sich, wie es wohl wäre, wenn die Flamme den Vorhang berühren würde. Nur ein ganz kleines bisschen. Sie streckte die Hand aus, und die winzige Flamme berührte den Stoff. Und dann geschah es. Der dünne Stoff des Vorhangs fing sofort Feuer. Zuerst war es nur ein kleines Flämmchen, das sich schnell ausbreitete. Es kroch den Vorhang hinauf, immer schneller und höher. Minz und Maunz sahen es und erschraken fürchterlich. Sie wussten, dass Feuer nicht gut war. Sie rannten zum Fenster und miauten so laut sie konnten. „Miau, miau, miau! Hilfe! Hilfe!“, riefen sie. Sie versuchten, auf ihre Art die Nachbarn zu warnen, aber niemand schien sie zu hören. Pauline sah, wie der Vorhang brannte. Sie erschrak nun auch. Die kleine, schöne Flamme war riesengroß geworden. Die ganze Ecke des Zimmers leuchtete rot und orange. Und es roch plötzlich ganz unangenehm nach Rauch. Pauline schrie: „Feuer! Feuer!“ Sie wusste nicht mehr, was sie tun sollte. Sie versuchte, das Feuer mit ihren Händen auszuschlagen, aber das machte es nur schlimmer. Ihre Kleidung, die auch aus leichtem Stoff war, fing nun auch Feuer. Die kleine Pauline stand mitten im Brand und weinte bitterlich. Minz und Maunz saßen auf dem Fensterbrett und sahen alles mit Tränen in den Augen. Ihre kleine Pauline, die sie so lieb hatten, war nun ganz allein in den Flammen. Sie miauten und weinten, denn sie konnten ihr nicht helfen. Sie sahen, wie Pauline immer kleiner wurde und schließlich ganz verschwand. Nur ein Häufchen Asche blieb von ihr übrig. Und ihre kleinen Schuhe, die waren noch da, weil die Sohlen aus Leder waren. Minz und Maunz weinten herzzerreißend. Sie hielten sich mit ihren Pfoten fest und schüttelten ihre Köpfe. Ach, Pauline! Hättest du doch nur auf deine Eltern und auf uns gehört! Was für eine traurige Geschichte. Als die Eltern nach Hause kamen und das brennende Haus sahen, war es schon zu spät. Sie konnten nichts mehr tun. Nur die beiden kleinen Katzen Minz und Maunz saßen da, mit nassen Wangen von den Tränen, und erzählten mit ihren traurigen Miau-Lauten, was geschehen war. Sie sahen zu den beiden kleinen Schuhen, die als einzige an Pauline erinnerten. Das war so ein trauriger Tag. Diese Geschichte soll uns daran erinnern, dass Feuer zwar nützlich sein kann, aber auch unglaublich gefährlich ist. Man darf niemals, wirklich niemals, allein mit Feuer spielen. Denn die Folgen können so schrecklich sein, dass selbst die klügsten Katzen nichts mehr tun können.

Abschluss

So endet unsere Geschichte vom Struwwelpeter für heute. Vielen Dank, dass ihr mit uns auf diese kleine Reise gegangen seid! Wir hoffen, ihr hattet Spaß und seid nun bereit für eure eigenen Abenteuer. Vielleicht begegnet euch ja ein sprechender Baum oder eine singende Maus! Und wenn ihr eine Idee habt oder uns etwas erzählen möchtet, lasst es Sonacasts wissen. Wir freuen uns immer über eure Rückmeldungen. Bis zum nächsten Mal, liebe Freunde!

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