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Geschichte

Schneewittchen

15 Min.7-9 Jahre

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Das ist der Anfang der Geschichte. Die ganze Geschichte läuft in der Sonacast-App.

Die Geschichte

Einleitung

Stell dir vor, tief im Wald, wo die Bäume so hoch sind, dass sie den Himmel berühren, lebte einmal ein kleines Mädchen mit Haut so weiß wie Schnee, Lippen so rot wie Blut und Haaren so schwarz wie Ebenholz. Ihr Name war Schneewittchen. Aber ihre Geschichte war nicht nur voller Blumen und Sonnenschein. Eine eitle Königin und ein magischer Spiegel spielten eine große Rolle. Bist du bereit, in ein märchenhaftes Abenteuer einzutauchen? Dann lausche gut, denn heute erzählen wir die zauberhafte Geschichte von Schneewittchen.

Die Geburt von Schneewittchen und die eitle Königin

Es war einmal in einem fernen Königreich, da wünschte sich eine Königin ein Kind: „So weiß wie Schnee, so rot wie Blut und so schwarz wie Ebenholz!“ Und ihr Wunsch wurde wahr! Sie bekam ein wunderschönes Mädchen mit Haut so weiß wie Schnee, Lippen so rot wie Blut und Haaren so schwarz wie Ebenholz. Sie nannten sie Schneewittchen. Doch leider starb die Königin bald. Der König heiratete eine neue Frau. Diese Königin war schön, aber sehr eitel und konnte es nicht ertragen, dass jemand schöner sein könnte als sie. Sie besaß einen magischen Spiegel, den sie oft fragte: „Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?“ Der Spiegel antwortete stets: „Frau Königin, Ihr seid die Schönste.“ Das beruhigte sie. Doch Schneewittchen wuchs heran und wurde immer schöner.

Der Zorn der Königin und die Flucht

Doch Schneewittchen wuchs heran und wurde immer schöner. Eines Tages, als sie sieben Jahre alt war, fragte die Königin ihren Spiegel wieder: „Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?“ Der Spiegel antwortete diesmal anders: „Frau Königin, Ihr seid schön, doch Schneewittchen ist tausendmal schöner.“ Da packte die Königin eine fürchterliche Wut! Ihr Herz pochte vor Zorn. Niemand durfte schöner sein als sie! Sie konnte es nicht fassen. Ihre Augen wurden böse. Sie dachte nur daran, wie sie Schneewittchen loswerden könnte. Sie rief ihren Jäger zu sich. „Bring dieses Mädchen, Schneewittchen, tief in den Wald“, befahl sie, „und lass sie dort verschwinden! Ich will sie nie wiedersehen!“ Der Jäger war traurig, denn er mochte Schneewittchen. Aber er musste der Königin gehorchen. Er nahm Schneewittchen mit sich, weit weg in den dunklen Wald. Schneewittchen freute sich über den Spaziergang. Doch als sie an einen sehr dichten Ort kamen, zückte der Jäger sein glänzendes Messer. Schneewittchen sah ihn an und fragte: „Was machst du denn, lieber Jäger?“ Da konnte der Jäger es nicht übers Herz bringen. Er sagte: „Lauf, kleines Schneewittchen, lauf weg! So schnell du kannst! Versteck dich vor der bösen Königin!“ Schneewittchen war erschrocken. Aber als sie die traurigen Augen des Jägers sah, rannte sie los. Sie rannte tiefer und tiefer in den großen, unheimlichen Wald hinein, über Wurzeln und Steine. Die kleinen Tiere des Waldes schauten ihr neugierig hinterher. Sie wusste nicht, wohin, aber sie rannte einfach immer weiter, weg von der bösen Königin.

Im Haus der sieben Zwerge

Schneewittchen rannte und rannte, tief hinein in den dunklen Wald. Ihre kleinen Füße taten weh, ihre Kleidung war zerrissen von den Dornen und Ästen. Die Sonne begann langsam hinter den hohen Bäumen zu verschwinden, und der Wald wurde immer gruseliger. Überall knackte und raschelte es, und die Schatten tanzten wie unheimliche Geister. Schneewittchen hatte solche Angst, dass ihr kleines Herz ganz fest pochte. Sie war allein, ganz allein in diesem riesigen, fremden Wald. Wo sollte sie hin? Was sollte sie tun? Sie weinte leise vor sich hin, als sie immer weiter stolperte. Sie war so müde, dass sie kaum noch einen Schritt vor den anderen setzen konnte. Ihre Augen wurden immer schwerer, und sie wünschte sich nichts sehnlicher als einen sicheren Ort zum Ausruhen. Und dann, als es schon fast ganz dunkel war, sah sie in der Ferne ein kleines Licht leuchten. Mit letzter Kraft schleppte sich Schneewittchen auf das Licht zu. Es war ein kleines Häuschen, so winzig, dass man es fast übersehen hätte. Es sah aus wie ein Spielzeughaus, versteckt zwischen großen Bäumen und bunten Blumen. Die Tür stand einen Spalt weit offen. Schneewittchen klopfte vorsichtig, aber niemand antwortete. Sie stupste die Tür ganz sanft auf und schaute hinein. 'Hallo?', flüsterte sie, aber es war niemand da. Das Häuschen war leer. Neugierig trat sie ein. Drinnen war alles ganz klein und gemütlich. Ein Tischchen stand in der Mitte des Raumes, und darauf waren sieben kleine Teller, sieben kleine Becher und sieben kleine Gabeln und Messer. Daneben lagen sieben winzige Brotscheiben und sieben kleine Äpfel. Alles war blitzblank sauber und ordentlich. Schneewittchen hatte einen Bärenhunger! Ihre Augen strahlten, als sie die leckeren Speisen sah. Aber weil sie nicht unhöflich sein wollte, nahm sie von jedem Teller nur ein ganz kleines bisschen. Einen kleinen Bissen von Brot hier, ein kleines Stückchen Apfel dort. Und von jedem Becher trank sie nur einen winzigen Schluck Wasser oder Milch. So viel hatte sie schon lange nicht mehr gegessen! Nachdem sie ihren kleinen Hunger gestillt hatte, suchte sie nach einem Ort zum Schlafen. Sie fand ein winziges Schlafzimmer mit sieben kleinen Bettchen, die nebeneinanderstanden. Jedes Bettchen hatte ein sauberes, weißes Laken und ein kleines Kissen. Schneewittchen probierte das erste Bettchen, aber es war zu lang. Das zweite war zu kurz. Das dritte zu hart, das vierte zu weich. Und so ging es weiter, bis sie beim siebten Bettchen ankam. Dieses Bettchen passte perfekt, weder zu lang noch zu kurz, weder zu hart noch zu weich. Sie kuschelte sich hinein, und im Nu fielen ihr die Augen zu. Tief und fest schlief sie ein, erschöpft von der langen Flucht durch den Wald. Als es ganz dunkel geworden war, kamen die Bewohner des Häuschens nach Hause. Es waren sieben Zwerge! Sie hatten den ganzen Tag in den Bergen nach Edelsteinen gegraben und waren nun müde und hungrig. Ihre kleinen Spitzhacken klapperten, als sie die Tür öffneten. Aber schon im Flur merkten sie, dass etwas anders war. Einer der Zwerge, der mit der roten Mütze, rief: 'Wer hat an meinem Stuhl gesessen?' Ein anderer, mit dem langen weißen Bart, sagte: 'Wer hat von meinem Tellerchen gegessen?' Und der dritte, mit der funkelnden Laterne, murmelte: 'Wer hat an meinem Becher getrunken?' Einer nach dem anderen entdeckte, dass jemand in ihrem ordentlichen Häuschen gewesen war. 'Jemand hat an meinem Brotleib genagt!', rief der vierte. 'Und an meinem Äpfelchen auch!', fügte der fünfte hinzu. Der sechste Zwerg, der immer etwas ängstlich war, fragte: 'Glaubt ihr, das war ein großes, böses Tier?' Sie schauten sich fragend an, ihre kleinen Gesichter voller Überraschung. Sie gingen ins Schlafzimmer. Und da sahen sie es! In ihrem siebten Bettchen, dem kleinsten von allen, lag ein wunderschönes Mädchen und schlief. Sie hatte lange, dunkle Haare und Wangen, die aussahen wie Rosen. Die Zwerge waren so erstaunt, dass sie ganz still wurden. Sie stellten ihre Laternen hoch und betrachteten das schlafende Mädchen. 'Oh, wie schön sie ist!', flüsterte einer. 'Wer kann das sein?', fragte ein anderer. Sie beschlossen, sie nicht aufzuwecken und einfach abzuwarten. Am nächsten Morgen, als Schneewittchen ihre Augen öffnete, sah sie die sieben kleinen Zwerge um ihr Bettchen herumstehen. Sie war erst ein wenig erschrocken, aber die Zwerge hatten so freundliche Gesichter, dass ihre Angst schnell verschwand. 'Wie heißt du, liebes Kind?', fragte der älteste Zwerg. Schneewittchen erzählte ihnen ihre traurige Geschichte, von ihrer bösen Stiefmutter und wie der Jäger sie im Wald zurückgelassen hatte. Sie erzählte von ihrer Flucht und wie sie das kleine Häuschen gefunden hatte. Die Zwerge hörten aufmerksam zu und hatten Mitleid mit dem armen Mädchen. Der älteste Zwerg sagte: 'Wenn du unser Haus sauber hältst, kochst und für Ordnung sorgst, darfst du bei uns bleiben. Wir werden gut auf dich aufpassen.' Schneewittchen war überglücklich! 'Oh ja!', rief sie, 'Ich werde alles tun!' Und so blieb Schneewittchen bei den sieben Zwergen. Tagsüber, wenn die Zwerge in den Bergen Edelsteine suchten, kümmerte sich Schneewittchen um das Häuschen. Abends wartete ein warmes Essen auf sie. Sie waren eine glückliche kleine Familie geworden. Aber, die Zwerge warnten Schneewittchen eindringlich: 'Sei vorsichtig! Lass niemals jemanden ins Haus, wenn wir nicht da sind. Deine böse Stiefmutter wird dich suchen kommen!' Schneewittchen versprach, vorsichtig zu sein. Doch würde sie sich auch an dieses wichtige Versprechen halten können?

Die drei Versuche der Königin

Ein paar Tage vergingen. Schneewittchen lebte glücklich bei den Zwergen, die sie sehr lieb hatten. Doch die böse Königin fand keine Ruhe. Jeden Morgen fragte sie ihren Zauberspiegel: "Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?" Der Spiegel antwortete: "Frau Königin, Ihr seid die Schönste hier, aber Schneewittchen über den Bergen bei den sieben Zwergen ist noch tausendmal schöner als Ihr." Vor Zorn zitternd, schwor die Königin: "Ich muss sie finden und dieses Mal für immer ausschalten!" Sie sann auf einen gemeinen Plan. Die Königin verkleidete sich als alte Krämerin, füllte einen Korb mit bunten Schnürbändern und machte sich auf den Weg zum Zwergenhaus. Dort klopfte sie an. Schneewittchen war allein. Obwohl sie sich an die Warnung der Zwerge erinnerte, klang die Stimme der alten Krämerin so freundlich: "Gute Ware, schöne Ware! Ich habe die schönsten Schnürbänder der Welt!" Neugierig öffnete Schneewittchen die Tür einen Spalt. "Möchtest du nicht eines meiner schönen, bunten Schnürbänder kaufen?", fragte die Königin mit verstellter Stimme. "Lass mich dir helfen, dein Mieder zu schnüren." Sie band es jedoch so fest, dass Schneewittchen keine Luft mehr bekam und bewusstlos zu Boden fiel! Die Königin lachte triumphierend und rannte davon. Zum Glück kamen die Zwerge am Abend nach Hause. Als sie Schneewittchen leblos sahen, erkannten sie das viel zu feste Mieder. Einer schnitt das Band entzwei. Und siehe da! Schneewittchen atmete auf, öffnete die Augen und war wieder lebendig! Die Zwerge waren überglücklich. "Das war bestimmt deine böse Stiefmutter!", sagten sie. "Sei noch vorsichtiger! Lass wirklich niemanden herein!" Schneewittchen versprach es noch einmal. Doch die Königin war nicht zufrieden. Ihr Spiegel verkündete erneut, dass Schneewittchen die Schönste sei. "Was?! Sie lebt noch? Ich muss mir etwas noch Gefährlicheres ausdenken!" Sie bereitete einen giftigen Kamm vor. Wieder verkleidete sie sich als eine alte Frau, die Kämme verkaufte. "Kaufet schöne Kämme!", rief sie am Zwergenhaus. Schneewittchen, nun vorsichtiger, wollte die Tür nicht öffnen. "Aber schau doch, wie schön dieser Kamm ist!", schmeichelte die Alte, reichte ihn durch das Fenster. "Lass mich dir zeigen, wie er in deinen Haaren aussieht." Kaum hatte die Königin den giftigen Kamm in Schneewittchens Haar gesteckt, wirkte das Gift. Schneewittchen wurde bleich und sank bewusstlos zu Boden. Die Königin lachte und eilte davon. Wieder fanden die Zwerge Schneewittchen leblos. Sie suchten überall und entdeckten den giftigen Kamm. Schnell zogen sie ihn heraus. Langsam kam Schneewittchen wieder zu sich. Die Zwerge fielen ihr erleichtert um den Hals. "Du darfst wirklich niemandem trauen! Öffne niemals die Tür oder das Fenster!" Schneewittchen schwor, sich nun wirklich daran zu halten. Doch die Königin gab nicht auf. Ihr Spiegel sagte immer noch, dass Schneewittchen die Schönste sei. "Ich werde dich töten, Schneewittchen!" Sie nahm einen wunderschönen Apfel, der außen rot und saftig aussah, aber auf einer Seite tödliches Gift enthielt. Sie verkleidete sich als Bauernfrau und klopfte am Zwergenhaus. "Ich kaufe nichts!", rief Schneewittchen durch die Tür. "Ich darf niemanden hereinlassen und nichts annehmen!" "Ach, meine Liebe", sagte die Bauernfrau, "was hast du denn für eine Angst? Ich verkaufe doch nur schöne Äpfel. Bist du etwa misstrauisch? Schau her, ich esse die eine Hälfte, und du isst die andere!" Sie schnitt den Apfel und reichte Schneewittchen die rote, giftige Hälfte. Schneewittchen sah, wie die alte Frau genüsslich in ihren Apfel biss. "Wenn sie davon isst, kann es ja nicht schlimm sein", dachte sie. Sie nahm die schöne rote Apfelhälfte und biss hinein. Kaum hatte sie einen Bissen davon genommen, fiel sie zu Boden und rührte sich nicht mehr. Sie war wie tot. Die Königin lachte ein letztes, böses Lachen. "Jetzt bist du für immer weg, Schneewittchen!" Sie eilte nach Hause, fragte ihren Spiegel und der antwortete: "Frau Königin, Ihr seid die Schönste im ganzen Land." Als die Zwerge abends nach Hause kamen, fanden sie Schneewittchen wieder leblos. Sie suchten und suchten, versuchten sie aufzuwecken, doch nichts half. Schneewittchen war bleich und still, sah aber aus, als würde sie nur schlafen. Ihr Mund war rot, und ihre Wangen hatten noch eine leichte Röte. Die Zwerge wussten nicht, was sie tun sollten, und weinten bitterlich um ihr liebes Schneewittchen.

Abschluss

Und so, meine lieben Freunde, geht unsere Geschichte heute zu Ende. Ich hoffe, ihr hattet viel Spaß beim Zuhören und habt mit Schneewittchen mitgefiebert! War das nicht ein spannendes Abenteuer? Wenn ihr möchtet, könnt ihr uns bei Sonacasts eure Gedanken mitteilen. Wir freuen uns immer über eure Rückmeldungen! Vielleicht habt ihr ja auch schon eine eigene fantastische Geschichte im Kopf? Lasst eurer Fantasie freien Lauf! Vielen Dank, dass ihr dabei wart. Bis zum nächsten Mal und habt eine zauberhafte Zeit!

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