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Geschichte

Rapunzel

15 Min.7-9 Jahre

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Das ist der Anfang der Geschichte. Die ganze Geschichte läuft in der Sonacast-App.

Die Geschichte

Einleitung

Stell dir vor, du lebst in einem ganz hohen Turm, ganz allein. Dein einziges Fenster zeigt in die weite Welt, aber eine Tür gibt es nicht. Nur deine Haare sind so lang und golden, dass man daran hochklettern kann. Klingt das nicht nach einem spannenden Geheimnis? Heute tauchen wir ein in die zauberhafte Welt von Rapunzel, einem Mädchen mit magischem Haar und einem großen Wunsch nach Freiheit. Begleite uns auf dieser Reise voller Wunder und Entdeckungen!

Der Wunsch nach Rapunzeln und das Versprechen

Vor langer Zeit lebten am Rande eines Waldes ein Mann und eine Frau. Sie wünschten sich sehr ein Kind. Eines Tages entdeckte die Frau aus ihrem Fenster im Garten einer Zauberin die schönsten Rapunzeln. Oh, wie sie sich danach sehnte! Sie wurde ganz blass und schwach, weil sie dachte, ohne diese Rapunzeln würde sie sterben. Ihr Mann, der sie sehr liebte, war besorgt. Er wusste, der Garten der Zauberin war gefährlich, aber er konnte seine Frau so nicht sehen. Also schlich er sich in der Nacht über die Mauer, um die Rapunzeln zu holen. Doch als er wieder zurück wollte, stand plötzlich die Zauberin vor ihm! „Wie wagst du es, meine Rapunzeln zu stehlen?“, rief sie zornig. Der Mann flehte sie an und erklärte seine Not. Die Zauberin sagte: „Ich lasse dich gehen, aber unter einer Bedingung: Das Kind, das deine Frau erwartet, musst du mir geben!“ Aus Angst versprach der Mann ihr das Kind. Und so begann Rapunzels Geschichte...

Rapunzels Kindheit im Turm

Und so begann Rapunzels Geschichte. Als das kleine Mädchen geboren wurde, nahm die Zauberin es mit sich fort und nannte es Rapunzel. Sie brachte Rapunzel zu einem hohen Turm mitten im Wald. Er hatte keine Tür, keine Treppe, nur ein einziges Fenster ganz oben. Niemand konnte hinein oder hinaus. Rapunzel wuchs in diesem Turm auf, ganz allein mit der Zauberin. Sie kannte nur die vier Wände ihres Zimmers und den Blick aus dem Fenster. Dort sah sie die Bäume und die Wolken, manchmal einen Vogel, der vorbeiflog. Als Rapunzel älter wurde, wuchs ihr Haar lang und golden, so leuchtend wie die Sonne. Es war das längste und schönste Haar, das man je gesehen hatte! Die Zauberin bürstete es jeden Tag und flechtete es sorgfältig. Denn diese langen, goldenen Haare waren der einzige Weg, wie die Zauberin in den Turm gelangen konnte. Wenn sie Rapunzel besuchen wollte, stand sie unten am Fuß des Turmes und rief mit lauter Stimme: „Rapunzel, Rapunzel, lass dein Haar herunter!“ Und Rapunzel wickelte ihr geflochtenes Haar um einen Haken und ließ es hinunter. Die Zauberin kletterte dann daran hinauf. Rapunzel verbrachte ihre Tage mit Spielen und sang wunderschöne Lieder. Ihre Stimme klang so klar und hell, dass die Waldtiere manchmal ganz still wurden, um ihr zuzuhören. Sie wusste nicht, dass es noch eine andere Welt gab, außerhalb ihres Turmes. Sie wartete einfach jeden Tag auf die Zauberin.

Der Prinz und die Entdeckung

Jeden Tag, wenn die Sonne ihren höchsten Punkt erreichte, hörte Rapunzel ein Geräusch. Es war die Zauberin, die unten am Turm ankam. Und dann rief die alte Frau mit ihrer tiefen Stimme: „Rapunzel, Rapunzel, lass dein Haar herunter!“ Rapunzel ließ ihr langes, goldenes Haar dann vom Fenster herab, Strähne für Strähne, bis es den Boden erreichte. Die Zauberin kletterte daran hoch, wie eine kleine Spinne an einem Faden. Niemand sonst wusste von diesem Geheimnis, außer der Zauberin und Rapunzel. Eines Tages ritt ein junger Prinz durch den großen, dichten Wald, der um den Turm herum lag. Er war auf der Jagd, aber er hatte sich von seinen Freunden entfernt. Der Wald war so still, dass er nur das Rascheln der Blätter und das Wiehern seines Pferdes hörte. Plötzlich, ganz unerwartet, hörte er etwas. Es war kein Vogelgesang, auch kein Tierruf. Es war eine Stimme. Eine wunderschöne, glasklare Stimme, die so lieblich sang, dass der Prinz sofort innehielt. „Was ist das für ein Gesang?“, flüsterte der Prinz zu sich selbst. Er stieg von seinem Pferd und folgte dem Klang. Tief im Wald, wo die Bäume besonders hoch und alt waren, entdeckte er einen hohen Turm. Er hatte keine Tür, keine Treppe, nur ein einziges, kleines Fenster ganz weit oben. „Wie kann jemand in diesem Turm leben?“, fragte sich der Prinz verwundert. Er verstand es nicht. Die Stimme kam eindeutig von dort. Sie sang ein Lied über Blumen und Sonnenstrahlen, und wie sehr sie sich einen kleinen Freund wünschte. Der Prinz war so fasziniert, dass er beschloss, zu warten. Er versteckte sich hinter einem großen Eichenbaum und beobachtete den Turm ganz genau. Nicht lange danach kam die Zauberin. Der Prinz sah sie. Sie stellte sich vor den Turm und rief mit ihrer tiefen Stimme: „Rapunzel, Rapunzel, lass dein Haar herunter!“ Und siehe da! Ein Schopf von wunderschönem, goldenem Haar fiel vom Fenster herab, leuchtend wie die Sonne. Es war so lang, dass es bis zum Boden reichte. Die Zauberin packte es und kletterte daran hoch in den Turm. Der Prinz sah alles und verstand. „Aha!“, dachte er. „Das ist also der Weg hinein!“ Er merkte sich die Worte ganz genau. Der Prinz wartete, bis die Zauberin wieder heruntergeklettert und im Wald verschwunden war. Dann trat er hervor. Er war aufgeregt, aber auch ein bisschen schüchtern. Würde es funktionieren? Er nahm all seinen Mut zusammen, stellte sich vor den Turm und rief mit lauter, aber freundlicher Stimme: „Rapunzel, Rapunzel, lass dein Haar herunter!“ Oben im Turm war Rapunzel überrascht. Sie dachte, es sei die Zauberin, die schon wieder zurück war. Ohne lange nachzudenken, ließ sie ihr Haar hinab. Der Prinz packte es, zog sich hoch und stand bald im Zimmer bei Rapunzel. Rapunzel erschrak furchtbar, als sie nicht die Zauberin, sondern einen ihr unbekannten Mann sah. Sie hatte noch nie einen Menschen außer der Zauberin gesehen! Sie schrie erst einmal, aber der Prinz war sehr nett. Er sprach ganz sanft mit ihr. „Hab keine Angst, liebe Rapunzel“, sagte er. „Deine wunderschöne Stimme hat mich hierhergelockt. Ich habe noch nie so etwas Herrliches gehört und musste einfach wissen, wer so wunderbar singt.“ Rapunzel, die sich so oft einsam gefühlt hatte, beruhigte sich bald. Sie merkte, dass der Prinz ein guter Mensch war. Er hatte ein freundliches Lächeln und erzählte ihr von der Welt draußen. Er sprach von blühenden Wiesen, von bunten Vögeln, die nicht nur still zuhörten, sondern fröhlich zwitscherten, und von glitzernden Flüssen. Rapunzel lauschte mit großen Augen. Sie hatte noch nie so viele spannende Dinge gehört! Sie hatte ja nur ihren Turm und die Zauberin gekannt. Von diesem Tag an besuchte der Prinz Rapunzel jeden Tag, wenn die Zauberin nicht da war. Er kam am Abend, wenn die Zauberin gegangen war, und kletterte an Rapunzels goldenem Haar hinauf. Sie saßen zusammen am Fenster, und er erzählte ihr von seinem Leben und der Welt. Und Rapunzel sang ihm ihre schönsten Lieder vor. Sie merkten bald, wie gern sie einander hatten. Der Prinz wollte Rapunzel unbedingt aus dem Turm befreien, denn er hatte sie lieb gewonnen. „Rapunzel, meine Liebste“, sagte er eines Tages, „ich möchte dich heiraten und dich mit in mein Schloss nehmen.“ Rapunzel war überglücklich! Aber wie sollten sie entkommen? „Die Zauberin kommt jeden Tag“, sagte Rapunzel. „Und ich habe keine Tür, um zu gehen.“ Dann bekam sie eine Idee. „Wenn du kommst, bringe jedes Mal einen Strang Seide mit! Ich werde daraus eine Leiter flechten. Und wenn die Leiter lang genug ist, kann ich hinabsteigen, und wir können zusammen fliehen!“ Der Prinz war begeistert von dieser Idee. „Das werden wir tun!“, versprach er. Er küsste ihre Hand und kletterte dann an ihrem Haar hinab, voller Hoffnung auf ihre gemeinsame Zukunft.

Zauberins Zorn und Rapunzels Schicksal

Rapunzel blieb allein im Turm zurück, doch ihr Herz sang vor Freude. Sie wusste, dass jemand sie liebte und sie befreien würde. Sie träumte davon, mit ihrem Prinzen durch blühende Wiesen zu laufen, Schmetterlingen nachzujagen. Jeder Tag war erfüllt von süßer Vorfreude, und sie zählte die Stunden bis zu seinem nächsten Besuch. Doch die Zauberin, die Rapunzel gefangen hielt, spürte, dass etwas anders war. Rapunzel trug stets ein neues Lächeln, ihre Augen glänzten, und sie summte Melodien von Liebe und Frühling. Eines Tages kam die Zauberin zum Turm. „Rapunzel, Rapunzel, lass mir dein Haar herunter!“, rief sie. Rapunzel ließ ihr goldenes Haar hinab. Die Zauberin kletterte mühsam hinauf, schnaufte schwer. „Ach, du meine Güte!“, murmelte sie. „Ich werde alt und schwer. Es fällt mir jedes Mal schwerer, hier hochzukommen.“ Rapunzel, in naiver Freude und ohne böse Absicht, sagte etwas, das alles verändern sollte. „Ach, Frau Gotel“, – so nannte sie die Zauberin – „warum seid Ihr so viel schwerer als der junge Prinz? Er ist in einem Augenblick bei mir, so leicht und schnell, aber bei Euch zieht es so an meinen Haaren!“ Kaum hatte Rapunzel diese Worte ausgesprochen, verstand die Zauberin. Ihre Augen wurden groß, ihr Gesicht rot vor Zorn. „Was?!“, brüllte sie, dass die Turmwände zitterten. „Ein Prinz?! Du hast mich betrogen! Einen Fremden in MEINEN Turm gelassen? Mein Vertrauen schamlos missbraucht?“ Ihre Stimme war schrill, Vögel flogen erschrocken davon. Rapunzel erschrak zu Tode. Sie zuckte zusammen. Ihre Augen füllten sich mit Tränen. Die Zauberin war zu wütend, um Rapunzels Tränen zu sehen. Sie packte Rapunzels wunderschönes, goldenes Haar. „Du und dein Prinz!“, zischte sie. „Du wirst nie wieder einen Prinzen sehen! Und dieses verräterische Haar, das dich verraten hat, wird dir auch nichts mehr nützen!“ Mit einer schnellen, grausamen Bewegung zog sie ein großes Schwert hervor – und schnipp, schnapp, schnurr! Rapunzels wunderschönes, goldenes Haar war ab! Es fiel zu Boden wie ein goldener Wasserfall, nun leblos auf den kalten Steinen. Rapunzel schrie auf vor Schmerz und Schreck. Ihr Kopf fühlte sich leer an, ihr Spiegelbild zeigte ein fremdes Gesicht. Ihr Herz zerbrach. Aber die grausame Zauberin war noch nicht fertig. „Du bist undankbar!“, rief sie. „Du hast mein Vertrauen missbraucht! Darum wirst du nun fortgeschickt, in eine Wüste, wo kein Prinz dich finden kann und du für immer allein sein wirst!“ Ehe Rapunzel wusste, wie ihr geschah, packte die Zauberin sie und schleppte sie zum Fuß des Turms. Sie öffnete die schwere Eisentür und stieß Rapunzel hinaus in die weite, wilde Welt. Dort musste Rapunzel nun ganz allein leben, in einer öden Gegend voller Dornen und Disteln, fernab von allem, was sie je gekannt hatte. Die Zauberin kehrte zum Turm zurück. Sie war noch immer wütend, aber auch sehr schlau. Sie hatte eine böse Idee, die dem Prinzen ein Ende bereiten sollte. Sie hob das abgeschnittene Haar auf, band es an einen Haken und wartete. Nicht lange danach, als die Sonne unterging, kam der Prinz zum Turm. Voller Vorfreude rief er: „Rapunzel, Rapunzel, lass mir dein Haar herunter!“ Er konnte es kaum erwarten, seine Geliebte zu umarmen. Die Zauberin grinste ein böses Grinsen. Sie warf das lange, goldene Haar hinunter. Der Prinz dachte, es sei Rapunzel, und kletterte geschwind hinauf, sein Herz pochte vor Glück. Doch als er oben durch das Fenster kletterte, sah er nicht Rapunzel. Stattdessen stand da die alte Zauberin, mit bösen Augen und einem noch böseren Lächeln. „Aha!“, sagte sie mit einer Stimme, so kalt wie Eis. „Du kommst, um deine kleine Freundin zu holen? Aber Rapunzel ist nicht mehr hier! Die Katze hat den Vogel geholt, und sie wird dich auch nicht wiedersehen! Nie wieder!“ Der Prinz war entsetzt. „Wo ist Rapunzel?“, fragte er mit zitternder Stimme. Die Zauberin lachte ein schauriges Lachen. „Deine Rapunzel ist fortgeschickt! Fort in die Wildnis! Du wirst sie nie wiederfinden! Und du, du wirst sie auch nicht mehr sehen können, denn ich sorge dafür!“ Sie stieß den Prinzen voller Kraft von sich, mit solcher Wucht, dass er das Gleichgewicht verlor. Er fiel aus dem Fenster, von dem hohen Turm hinab. Unten landete er in einem großen, dornigen Busch. Die Dornen stachen ihm tief in die Augen. Oh weh! Der Prinz schrie auf vor Schmerz. Als er versuchte, seine Augen zu öffnen, sah er nichts mehr. Die Dornen hatten ihn blind gemacht! Die Welt um ihn herum war plötzlich dunkel, ganz dunkel. Er lag lange im Dornenbusch, verwundet und verzweifelt. Er rief nach Rapunzel, aber niemand antwortete. Endlich, mit letzter Kraft, stand er auf. Er konnte nichts sehen, musste sich tastend vorwärtsbewegen. Er stolperte blind durch den dunklen Wald. Sein Königreich, sein Schloss, seine Familie – alles war nun unerreichbar für ihn. Er wanderte durch die Wälder und über die Berge, Tag und Nacht, ohne Ziel und ohne Hoffnung. Er aß nur Beeren und Wurzeln. Er dachte immerzu an seine liebe Rapunzel, deren Bild er nun nur noch in seinem Herzen tragen konnte. Er vermisste ihr goldenes Haar, ihre sanfte Stimme und ihr fröhliches Lächeln. Er wusste nicht, wohin er ging, aber er hoffte in seinem Innersten, dass er sie eines Tages wiederfinden würde. Seine Tränen flossen unaufhörlich über sein blindes Gesicht.

Outro

Und so endet unsere wunderbare Geschichte von Rapunzel, dem Prinzen und den magischen Haaren. Vielen Dank, dass du uns auf dieser spannenden Reise begleitet hast! War das nicht ein schönes Abenteuer? Wir hoffen, es hat dir viel Freude gemacht. Lass Sonacasts wissen, wenn du Feedback hast oder uns etwas erzählen möchtest! Vielleicht fällt dir ja auch eine ganz eigene zauberhafte Geschichte ein, die du erzählen möchtest? Bis zum nächsten Mal, wenn wir wieder in ein neues Märchen eintauchen!

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