
Geschichte
In achtzig Tagen um die Welt
30 Min.7-9 Jahre
Das ist der Anfang der Geschichte. Die ganze Geschichte läuft in der Sonacast-App.
Die Geschichte
Einführung: Die große Wette
Stell dir vor, du könntest die ganze Welt bereisen! Nicht in einem Jahr, nicht in einem Monat, sondern super schnell! Schneller als ein Hase, schneller als ein Flugzeug! Heute nehmen wir dich mit auf eine magische Reise, die unser Freund Phileas Fogg und sein lustiger Diener Passepartout vor langer Zeit gemacht haben. Sie wetten, dass sie in nur achtzig Tagen einmal um die ganze Erde reisen können. Schaffen sie das? Werden sie fliegende Teppiche finden oder mit einem sprechenden Elefanten reiten? Dieses Abenteuer beginnt JETZT!
Die Wette beginnt!
Herr Fogg, der so ordentlich war wie ein frisch gebügeltes Hemd, zögerte keine Sekunde. Er packte nicht viel, denn er brauchte ja nur seine Zahnbürste und ein paar saubere Socken. Er sagte zu seinem Diener Passepartout, der gerade erst angefangen hatte: „Passepartout, wir reisen sofort ab! Einmal um die ganze Welt, in achtzig Tagen!“ Passepartout war ganz baff! Seine Augen wurden groß wie Untertassen. „Die ganze Welt? Und das heute noch? Aber Herr Fogg, ich habe doch gerade erst die Uhren gestellt!“ Er war doch froh, dass Herr Fogg so pünktlich war, und jetzt das! Doch Herr Fogg lächelte nur ganz kurz und sagte: „Keine Zeit für lange Erklärungen, mein lieber Passepartout. Unser Zug wartet nicht!“ Und schwuppdiwupp, da standen die beiden schon am Bahnhof in London. Der große, rauchende Zug pfiff laut! Ihr unglaubliches Rennen um die Erde hatte begonnen. Wo würden sie wohl zuerst ankommen?
Zug und Schiff: Erste Stationen
Der große Zug schnaufte und zischte, als er endlich losfuhr! Phileas Fogg und sein treuer Diener Passepartout saßen in einem gemütlichen Abteil. Draußen zogen grüne Wiesen und kleine Häuser wie im Flug vorbei. Passepartout, mit seinen großen, runden Augen, konnte gar nicht genug sehen. Er staunte über die schnell vorbeiziehende Welt. „Meister Fogg“, fragte er, „ist die ganze Welt so schnell?“ Herr Fogg, der gerade seine Zeitung las, schmunzelte nur. „Passepartout, wir müssen noch viel schneller sein, wenn wir die Wette gewinnen wollen!“ Die Tage vergingen wie im Flug. Nach einer rasanten Fahrt erreichten sie Paris, wo sie nur kurz anhielten, um dann weiterzufahren. Dann ging es durch die wunderschönen Berge und Täler Europas, bis sie schließlich am Mittelmeer ankamen. Dort wartete schon ein riesiges Schiff, die „Mongolia“! Es war ein Dampfschiff, das stolz auf dem blauen Wasser schwamm und nur darauf wartete, sie mitzunehmen. Passepartout rannte auf das Deck und schaute sich alles neugierig an. Die Möwen kreischten am Himmel, und die frische Meeresluft wehte ihm um die Nase. „Alle Mann an Bord!“, rief ein Seemann. Und schon legte die „Mongolia“ ab, um ihre lange Reise über das Meer anzutreten. Ihr Ziel: Suez in Ägypten! Herr Fogg saß ruhig in seinem Stuhl und schaute auf das weite, glitzernde Meer. Er überlegte sich schon den nächsten Schritt seiner Reise. Passepartout hingegen hüpfte vor Freude. Eine Seereise! Das war ja viel spannender als nur mit dem Zug zu fahren! Jeden Tag sahen sie andere Schiffe und manchmal sogar springende Delfine. Die Sonne schien warm, und das Schiff glitt elegant durch die Wellen. Jeder Tag brachte sie ein Stückchen näher an ihr Ziel. Sie waren schon gut in der Zeit, aber Herr Fogg wusste, dass noch viele Abenteuer auf sie warteten. Die Uhr tickte unaufhörlich weiter…
Abenteuer in Indien
Nach vielen Tagen auf dem weiten Meer erreichten Herr Fogg und Passepartout endlich Indien! Bombay war eine Stadt voller Farben und Düfte. Große, bunte Märkte luden zum Staunen ein, und man hörte fremde Melodien und das Rufen vieler Menschen. Überall gab es etwas Neues zu entdecken! Aber sie hatten keine Zeit zum langen Verweilen. Herr Fogg brauchte eine neue Fahrkarte! Er musste mit dem Zug quer durch Indien reisen, um den nächsten Dampfer zu erreichen. Schnell eilten sie zum Bahnhof. Der Zug war riesig, wie eine lange Schlange, die über die Schienen gleitet. Passepartout staunte nicht schlecht über die vielen bunten Menschen, die ein- und ausstiegen, und die Körbe voller exotischer Früchte. Die Zugfahrt begann! Schnell sausten sie vorbei an grünen Reisfeldern, kleinen Dörfern und riesigen Bäumen. Es war ein aufregendes Geräusch, wenn der Zug über die Gleise ratterte. Passepartout schaute aus dem Fenster und sah Affen in den Bäumen spielen und bunte Vögel durch die Luft fliegen. Aber dann passierte etwas Unerwartetes! Der Zug wurde langsamer und langsamer, bis er ganz zum Stehen kam. Eine Stimme rief: „Halt! Die Gleise sind hier noch nicht fertiggebaut!“ Ohje! Das war nicht gut. Herr Fogg schaute auf seine Uhr. Sie durften keine Minute verlieren! Was sollten sie nur tun? Passepartout, der immer eine Lösung fand, blickte sich um. Und da! Zwischen hohen Bäumen sah er etwas Großes und Graues. Es war ein Elefant! Ein riesiger, freundlich aussehender Elefant mit langen Stoßzähnen und großen, weisen Augen. „Vielleicht kann uns dieser Elefant helfen?“, murmelte Passepartout. Herr Fogg, der sehr schlau war, sprach mit dem Elefantenführer. Ja, der Elefant hieß Raja und war sehr stark und zuverlässig. Raja konnte sie durch den dichten Dschungel tragen, wo keine Gleise waren. Das war die perfekte Lösung! Schnell stiegen sie auf Rajas breiten Rücken. Es war ein bisschen wackelig am Anfang, aber Raja war sanft. Die Reise durch den Dschungel war magisch! Über ihnen zwitscherten bunte Vögel, und aus dem Dickicht hörte man leises Rascheln. Raja, der Elefant, stapfte vorsichtig durch das Grün. Plötzlich sahen sie etwas am Wegesrand. Ein kleines Mädchen saß dort, ganz allein und sehr traurig. Ihre großen Augen blickten ängstlich in den Dschungel. Es war Aouda, ein kleines Mädchen, das sich verlaufen hatte und ihren Weg nicht mehr fand. Sie hatte ihre Familie verloren und weinte leise. Herr Fogg, der unter seiner ernsten Art ein gutes Herz hatte, und Passepartout, der immer hilfsbereit war, konnten sie nicht einfach alleine lassen. „Wir müssen ihr helfen!“, sagte Passepartout entschlossen. Raja nickte mit seinem Kopf, als würde er zustimmen. So nahm Raja das kleine Mädchen Aouda vorsichtig auf seinen Rücken. Nun reisten sie zu dritt auf dem Rücken des sanften Riesen durch den Dschungel. Raja fand den Weg ganz allein, als hätte er einen geheimen Dschungelplan in seinem großen Kopf. Sie sahen bunte Schmetterlinge und hörten das Gebrüll ferner Tiger, aber Raja passte gut auf sie auf. Endlich, nach vielen Stunden, erreichten sie eine andere kleine Stadt. Dort wartete schon der nächste Zug! Sie hatten es gerade noch rechtzeitig geschafft, dank des starken und klugen Elefanten Raja. Und sie hatten eine neue Freundin gefunden, die kleine Aouda, die jetzt sicher war. Was für ein Abenteuer! Herr Fogg blickte zufrieden auf seine Uhr. Sie waren immer noch gut in der Zeit. Aber mit Aouda an ihrer Seite wussten sie, dass ihre Reise noch aufregender werden würde. Was für ein besonderer Tag in Indien!
Über die Meere nach Asien
Nach aufregenden Tagen in Indien wartete das nächste große Abenteuer: Ein riesiges, dampfendes Schiff sollte sie weit über die blauen Meere bringen. Stell dir vor, ein schwimmendes Haus auf dem Wasser, größer als dein ganzes Zuhause! Möwen kreischten zum Abschied, als das Schiff langsam den Hafen verließ. Die Sonne glitzerte auf den Wellen, die Luft roch salzig. Ein besonderer Anfang! Tage und Nächte lang fuhren sie dahin. Unterwegs sahen sie verspielte Delphine Purzelbäume machen und majestätische Albatrosse hoch über sich schweben. Passepartout staunte: „Die Sterne sind hier viel heller als in London!“ Sogar Herr Fogg, sonst so ernst, schmunzelte. Er genoss es, mit Aouda und Passepartout die Welt zu entdecken. Ihr Ziel war Hongkong. In Hongkong, einer Stadt auf vielen Inseln, wimmelte es im Hafen von Fischerbooten, Fähren und riesigen Frachtschiffen. Überall bunte Laternen, fremde Gerüche – nach leckerem Essen, Gewürzen und Tee. Es war so aufregend und laut, dass Passepartout nicht wusste, wohin er zuerst schauen sollte. Doch Detektiv Fix war ihnen auf den Fersen. Er wollte Herrn Fogg am Gewinn der Wette hindern. Als Passepartout die Stadt erkunden wollte, traf er Fix. „Hallo, mein kleiner Freund“, sagte Fix, „du siehst hungrig aus! Probier doch ein Stück von diesem köstlichen Glückskuchen!“ Der bunte Kuchen mit glitzernden Kirschen sah so lecker aus. Passepartout konnte nicht widerstehen. Er aß ein großes Stück und noch ein Stück. Der Kuchen war köstlich, aber er machte Passepartout auch gaaanz müde. Seine Augen wurden schwer, bis er schließlich einschlief und von bunten Drachen träumte. Während Passepartout schlief, warteten Herr Fogg und Aouda auf dem nächsten Schiff nach Japan. Sie dachten, Passepartout wäre schon an Bord. Aber das Schiff legte ab ohne ihn! Es tutete dreimal laut und fuhr aus dem Hafen. Als Herr Fogg merkte, dass Passepartout fehlte, schaute er besorgt auf seine Uhr. „Oh je, mein armer Passepartout!“, rief Aouda. „Wir müssen ihn finden!“ Was sollten sie tun? Das Schiff war schon weit entfernt. Aber Herr Fogg fand eine Lösung. Er sah ein schnelles Boot mit einem freundlichen Kapitän. „Können Sie uns nach Japan bringen?“, fragte Herr Fogg. „Wir müssen das andere Schiff einholen, koste es, was es wolle!“ Der Kapitän nickte und sagte: „Wir haben einen besonderen Segelwind, der uns hilft, schnell zu sein!“ Und so sausten Herr Fogg und Aouda mit dem kleinen, unglaublich schnellen Boot über die blauen Wellen. Es war wie eine wilde Verfolgungsjagd auf dem Meer! Der Wind blies mit voller Kraft in die bunten Segel, und das Boot hüpfte und tanzte. Sie flogen nur so dahin! Sie suchten lange, aber stell dir vor: In Japan, in Yokohama, fanden sie Passepartout wieder! Er war gerade aufgewacht und wunderte sich, wo alle hingegangen waren. „Passepartout!“, rief Aouda, und Herr Fogg lächelte erleichtert. Japan war wunderschön, mit hohen Bergen und Kirschbäumen. Überall gab es kleine Gärten und freundliche Menschen. Unsere Freunde waren froh, wieder vereint zu sein. Ihre Reise würde noch viele Überraschungen bereithalten, aber gemeinsam waren sie stark und bereit für alles! Weiter ging die große Reise um die Welt!
Japan und der Zirkus
Nach all den spannenden Abenteuern in Indien und auf dem großen, schaukelnden Schiff, erreichten unsere Freunde endlich ein wunderschönes, aufregendes Land: Japan! Japan war wirklich ganz anders als alles, was sie bisher gesehen hatten. Überall gab es kleine, bunte Häuser mit spitzen Dächern, die aussahen wie die Mützen von freundlichen Wichteln. Die Straßen waren geschmückt mit leuchtenden Laternen, die tanzten wie tausend Glühwürmchen. Die Menschen trugen wunderschöne Kimonos in allen Regenbogenfarben – mal mit Blumen, mal mit Vögeln – und verbeugten sich sehr höflich und leise, wenn sie sich begrüßten. Sogar die Gärten waren kleine Kunstwerke, mit winzigen Bäumen und glitzernden Teichen. Nach all den spannenden Abenteuern in Indien und auf dem großen, schaukelnden Schiff, erreichten unsere Freunde endlich ein wunderschönes, aufregendes Land: Japan! Japan war wirklich ganz anders als alles, was sie bisher gesehen hatten. Überall gab es kleine, bunte Häuser mit spitzen Dächern, die aussahen wie die Mützen von freundlichen Wichteln. Die Straßen waren geschmückt mit leuchtenden Laternen, die tanzten wie tausend Glühwürmchen. Die Menschen trugen wunderschöne Kimonos in allen Regenbogenfarben – mal mit Blumen, mal mit Vögeln – und verbeugten sich sehr höflich und leise, wenn sie sich begrüßten. Sogar die Gärten waren kleine Kunstwerke, mit winzigen Bäumen und glitzernden Teichen. Die Luft roch süß nach Kirschblüten und etwas Köstlichem, das sie noch nie gerochen hatten – vielleicht gebackene Reiskuchen oder würzige Nudeln. Überall hörten sie ein sanftes Murmeln und manchmal das leise Klingen von Glöckchen, wenn ein Verkäufer mit seinem Karren vorbeifuhr. Es war, als ob das ganze Land eine geheime Melodie sang, die nur darauf wartete, entdeckt zu werden. Doch unsere Freunde, Leo der Löwenbändiger ohne Löwen und Clara die Clownin mit den Regenbogenhaaren, waren nicht nur zum Staunen hier. Sie hatten eine ganz besondere Mission! Sie waren dem Ruf eines berühmten japanischen Zirkus gefolgt, der für seine magischen Darbietungen und seine unglaublich freundlichen Artisten bekannt war. Es hieß, dieser Zirkus, der „Zirkus des fliegenden Kirschbaums“ genannt wurde, würde bald in einer wunderschönen Stadt namens Kyoto seine Zelte aufschlagen. Und sie, Leo und Clara, waren eingeladen worden, um eine ganz neue, wunderbare Nummer vorzuführen, die sie auf ihrer langen Reise einstudiert hatten! Voller Vorfreude machten sie sich auf den Weg. Sie fuhren in schnellen Zügen, die aussahen wie lange, weiße Drachen, und spazierten durch belebte Straßen, wo sie immer wieder kleine Tempel entdeckten, die wie verborgene Schätze in Gärten versteckt waren. Sie fragten freundliche Leute nach dem Weg, die mit einem Lächeln auf die Richtung zeigten. Eines Tages, als die Sonne gerade wie ein großer, roter Ball hinter den Bergen verschwand und den Himmel in leuchtende Farben tauchte, sahen sie es: In der Ferne, auf einer grünen Wiese am Rande der Stadt, leuchteten bunte Lichter. Es war der Zirkus! Das Zelt war nicht so riesig und rund wie die Zirkuszelte, die sie kannten. Es war eher wie ein großes, festliches Pagodendach geformt, mit roten und goldenen Stoffen, die im Wind tanzten. Überall hingen kleine Lampions, die wie sanfte Sterne funkelten. Und statt des lauten Getöses, das sie von anderen Zirkussen gewohnt waren, hörten sie leise, wunderschöne Flötenmusik und das zarte Klingen von Zimbeln. Als sie näher kamen, sahen sie Artisten, die nicht nur kunstvoll ihre Tücher schwangen, sondern dabei auch traditionelle japanische Tänze aufführten. Es gab Jongleure, die mit leuchtenden Kugeln jonglierten, die aussahen wie winzige Planeten. Und sie sahen einen alten Mann, dessen Bewegungen so fließend und leicht waren, als würde er auf Wolken tanzen, während er wunderschöne Geschichten mit seinen Händen erzählte. Unsere Freunde wussten sofort: Dieser Zirkus war wahrhaftig magisch. Er war anders, aber auf eine ganz wunderbare Weise. Sie konnten es kaum erwarten, Teil dieser neuen, aufregenden Welt zu werden und ihre eigene Geschichte im Zirkus des fliegenden Kirschbaums zu erzählen.
Durch Amerikas Weiten
Nach Japan war es Zeit für ihre nächste große Reise: über den riesigen Ozean nach Amerika! Aber wie ohne Schiff? Der weise alte Zirkusdirektor lächelte. "Keine Sorge, meine lieben Freunde", sagte er. "Der Zirkus hat immer eine Überraschung bereit!" Und tatsächlich, das große, bunte Zirkuszelt begann plötzlich zu leuchten und sich langsam in die Luft zu erheben! Elefanten und Affen halfen mit, und es flatterte wie ein riesiger, freundlicher Vogel über das Meer. Was für eine Reise! Bald sahen sie ein ganz neues Land: Amerika! Ein Land mit hohen Bergen, die bis in die Wolken reichten, und weiten, grünen Ebenen. Das Zirkuszelt landete sanft auf einer großen Wiese, wo riesige, flauschige Blumen in allen Farben des Regenbogens wuchsen. "Willkommen in den Weiten Amerikas!" rief der Direktor. "Hier gibt es viele Wunder zu entdecken, aber auch große Entfernungen zu überwinden." Sie brauchten ein schnelles Fahrzeug. Und wieder hatte der Zirkus eine Idee! Jumbo, der stärkste Elefant, verwandelte sich in einen wunderbaren, dampfenden Zug! Sein Rüssel wurde zum Schornstein, sein Rücken zu gemütlichen Waggons. Tschu-tschu! Der Elefanten-Zug sauste los! Sie fuhren über weite Prärien, wo sie auf freundliche Wolkentiere trafen, riesige, flauschige Fellkugeln, die leise bellten und ihnen winkten. Manchmal spielten sie Fangen mit ihnen. Eines Tages kamen sie an einen breiten Fluss mit einer kaputten Brücke. "Oh je", murmelte Phileas Fogg, "wie sollen wir das schaffen? Die Zeit rennt!" Aber Passepartout hatte eine Idee. Die Zirkusartisten bildeten eine lebende Brücke, und die Zauberer zauberten leuchtende Lichtplanken. So konnten Jumbo und alle Freunde sicher hinüberfahren. Puh, das war knapp! Dank des Zirkus war keine Herausforderung zu groß. Sie sahen die majestätischen Rocky Mountains, deren Spitzen mit ewigem Schnee bedeckt waren. Dort oben trafen sie auf neugierige Murmeltiere, die ihnen halfen, die süßesten Beeren zu finden. Eines Nachmittags, als sie durch einen duftenden Wald fuhren, bemerkten sie etwas. Passepartout war weg! Er war einer Spur von Glühwürmchen gefolgt. "Passepartout!" riefen sie. Aouda, die mit Tieren sprechen konnte, fragte ein Eichhörnchen, das ihr den Weg zeigte. Sie fanden Passepartout, der den Glühwürmchen gerade einen Salto beibringen wollte. Er war unversehrt, nur ein bisschen abgelenkt. Die Reise durch Amerikas Weiten war voller Abenteuer und Entdeckungen. Sie lernten, dass jedes Problem mit Freundlichkeit und ein bisschen Zirkusmagie gelöst werden konnte. Aber die Zeit drängte. Bald würden sie die Ostküste erreichen, um die letzte, wichtigste Etappe anzutreten: die Rückkehr nach London! Würden sie es schaffen? Das war die große Frage, während die Sonne langsam hinter den westlichen Bergen Amerikas versank.
Das große Finale in London
Die Sonne versank hinter den westlichen Bergen Amerikas, aber Phileas Fogg, Passepartout und Aouda durften keine Zeit verlieren. Ein letztes Mal musste die schnellste Verbindung gefunden werden – über den großen Atlantik, zurück nach London! Und wie durch ein Wunder fanden sie ein Dampfschiff, die 'Handy-Dandy', die so schnell war, dass ihre Segel wie riesige Flügel im Wind flogen. Die Sonne versank hinter den westlichen Bergen Amerikas, aber Phileas Fogg, Passepartout und Aouda durften keine Zeit verlieren. Ein letztes Mal musste die schnellste Verbindung gefunden werden – über den großen Atlantik, zurück nach London! Und wie durch ein Wunder fanden sie ein Dampfschiff, die 'Handy-Dandy', die so schnell war, dass ihre Segel wie riesige Flügel im Wind flogen. Die ‘Handy-Dandy’ schien über das Wasser zu gleiten, nicht zu fahren, und der Kapitän, ein wettergegerbter Seebär namens Sir Reginald Broadhurst, hatte Foggs ungeduldigen Blick sofort verstanden. „London, Sir? So schnell, wie diese alte Dame nur kann!“, hatte er mit einem kräftigen Nicken zugesichert. Die Anspannung an Bord war greifbar. Jeder Schlag der mächtigen Kolben, jeder Atemzug des Windes in den Segeln, jede Welle, die das Schiff zerteilte, zählte. Phileas Fogg saß oft im Salon, seine Augen fest auf eine Karte geheftet, die Route und die verbleibende Entfernung akribisch berechnend. Er sprach wenig, aber seine ruhige Entschlossenheit war eine stille Kraft, die alle um ihn herum spürten. Passepartout hingegen war eine Mischung aus nervöser Energie und hoffnungsvoller Gebete. Er eilte zwischen dem Deck und dem Maschinenraum hin und her, sprach mit den Seeleuten, bot seine Hilfe an und versuchte, selbst die kleinste Verzögerung abzuwenden. „Mon Dieu, Monsieur Fogg! Die Zeit rinnt uns davon wie Sand durch die Finger!“, murmelte er oft, wenn er glaubte, unbeobachtet zu sein. Aouda, deren Anmut und Ruhe selbst inmitten des stürmischen Atlantiks nicht nachließ, war eine Konstante der Hoffnung. Sie wachte über Fogg, reichte ihm Tee oder eine Decke, wenn er sich in seine Berechnungen vertiefte, und ihre sanfte Präsenz schien die aufgewühlte See ein wenig zu beruhigen. Doch auch sie spürte die Last der Stunden, die gnadenlos verstrichen. Nach einigen Tagen glatter See zog ein Unwetter auf. Der Himmel verfinsterte sich, riesige Wellen türmten sich auf und peitschten gegen den Rumpf der ‘Handy-Dandy’. Das Schiff ächzte und stöhnte, die Segel wurden eingeholt, und der Wind heulte wie ein hungriges Tier. Die Passagiere waren in ihren Kabinen gefangen, doch Fogg bestand darauf, auf der Brücke zu bleiben. Er beobachtete das Chaos mit der gleichen unbewegten Miene, mit der er eine Schachpartie verfolgt hätte. „Der Wind ist unser Freund, Broadhurst“, sagte er über den Lärm hinweg. „Er treibt uns voran, wenn wir ihn zu zähmen wissen.“ Der Kapitän, beeindruckt von Foggs Kaltblütigkeit, steuerte das Schiff mit meisterhafter Hand durch die tobenden Wogen. Es war ein wilder Ritt, doch die ‘Handy-Dandy’ hielt stand. Sie verlor zwar einige Stunden, doch die unerschütterliche Entschlossenheit der Besatzung und Foggs unbedingter Wille trieben sie weiter. Als die Stürme nachließen und die Sonne wieder durchbrach, glitt das Schiff mit erneuter Geschwindigkeit weiter ostwärts. Jede Meile, die sie zurücklegten, brachte sie näher an London, aber auch näher an die verhängnisvolle Frist. Die Küste Irlands tauchte am Horizont auf, dann die sanften Hügel Englands. Liverpool! Die ‘Handy-Dandy’ legte an, und ohne einen Moment zu zögern, sprang Fogg mit Passepartout und Aouda an Land. Ein letztes Mal musste die schnellste Verbindung gefunden werden. Ein Sonderzug wurde gechartert, seine Dampfpfeife schrillte wie ein Kriegsruf, als er sich durch die englische Landschaft fraß. Die Uhr tickte! Die letzten Kilometer waren ein einziger Rausch. London empfing sie mit seinem Dunst und dem geschäftigen Treiben. Kutschen huften, Menschenmassen drängten sich durch die Straßen. Fogg, ohne ein einziges Zeichen von Erschöpfung, lenkte sie durch das Labyrinth der Stadt. Das Reform Club! War es zu spät? Die Straßen Laternen begannen zu leuchten, als ihre Kutsche abrupt vor dem ehrwürdigen Gebäude hielt. Mit hastigen Schritten stürmten sie hinein, die Blicke der verblüfften Clubmitglieder auf sich ziehend. Der Zeiger der großen Uhr im Salon zeigte …
Abschluss
Und so endete ihre wunderbare Reise um die Welt! Was für ein Abenteuer! Vielen Dank, dass du mit uns dabei warst. Wir hoffen, es hat dir genauso viel Spaß gemacht wie unseren Freunden. Hast du auch eine Lieblingsgeschichte von heute? Lass Sonacasts wissen, was du denkst und welche neuen Abenteuer du dir wünschst! Vielleicht beginnst du ja auch bald deine eigene, ganz besondere Reise – mit deiner Fantasie! Bis zum nächsten Mal und hab eine wunderschöne Zeit!






