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Geschichte

Die goldene Gans

15 Min.7-9 Jahre

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Das ist der Anfang der Geschichte. Die ganze Geschichte läuft in der Sonacast-App.

Die Geschichte

Einleitung

Hallo, liebe Kinder! Kennt ihr eine Gans, die nicht nur schnattert, sondern auch golden glänzt? Und einen Jungen, der so gutherzig ist, dass ihm die wunderbarsten Dinge passieren? Heute tauchen wir ein in eine magische Geschichte von den Gebrüdern Grimm. Macht euch bereit für ein Abenteuer mit Hans, der goldenen Gans und einer Prinzessin, die nicht lachen konnte. Wer weiß, vielleicht lernt ihr, dass Güte immer belohnt wird. Seid ihr bereit?

Hans und der kleine Mann im Wald

Es war einmal ein junger Mann namens Hans. Er war der jüngste von drei Brüdern und wurde oft „Dummling“ genannt, weil er so einfach und gutmütig war. Eines Tages schickte ihr Vater die beiden älteren Brüder in den Wald, um Holz zu hacken. Sie bekamen gutes Essen und Wein für ihre harte Arbeit. Hans wollte auch helfen. „Lass mich auch in den Wald gehen, Vater“, sagte er. Seine Mutter gab ihm nur einen Aschenkuchen und Wasser. „Das ist alles, was du bekommst, du einfacher Hans“, sagte sie. Hans ging trotzdem fröhlich in den Wald. Er suchte sich einen großen Baum, um ihn zu fällen. Da kam ein kleines, graues Männlein aus dem Gebüsch. Es sah Hans freundlich an. „Gib mir doch etwas von deinem Kuchen und Wasser“, bat das Männlein, „ich bin so hungrig und durstig.“

Die wundersame goldene Gans

Hans war ein guter Junge und teilte sofort. Er gab dem Männlein ein großes Stück von seinem leckeren Kuchen und die ganze Flasche Wasser. Das Männlein trank und aß und bedankte sich dann bei Hans. „Du warst so freundlich zu mir“, sagte es, „dafür will ich dir einen Tipp geben. Fäll den alten Baum gleich dort drüben. In seinen Wurzeln wirst du etwas ganz Besonderes finden.“ Hans war neugierig. Er bedankte sich und machte sich sofort an die Arbeit. Er schwang seine Axt mit kräftigen Hieben, und bald schon fiel der alte Baum mit einem lauten Knall um. Und tatsächlich! Als Hans die Wurzeln genauer betrachtete, sah er etwas Glänzendes. Er grub und grub, und was er dann fand, war unglaublich! Da saß eine Gans! Aber nicht irgendeine Gans. Diese Gans war ganz und gar golden! Ihre Federn funkelten wie kleine Sonnenstrahlen im Wald. Hans hatte noch nie so etwas Schönes gesehen. Sie war so groß und glänzend, einfach wunderbar! Hans war überglücklich. Eine goldene Gans! So etwas gab es doch gar nicht! Er nahm die wunderschöne Gans vorsichtig unter den Arm. Sie war nicht schwer, obwohl sie so groß war. Er spürte, dass dies ein ganz besonderer Tag für ihn war. Mit einem Lächeln auf den Lippen machte er sich auf den Heimweg. Er konnte es kaum erwarten, seinen Brüdern und seiner Familie von seinem Fund zu erzählen. Aber das war erst der Anfang von einem ganz besonderen Abenteuer!

Eine lustige Kette zieht durchs Land

Hans marschierte mit seiner goldenen Gans unterm Arm fröhlich weiter. Als die Sonne sank und sein Magen knurrte, sah er ein gemütliches Gasthaus. „Hier kehre ich ein“, dachte er. Kaum hatte er das Gasthaus betreten, fielen alle Blicke auf seine glänzende Begleiterin. Die goldene Gans leuchtete so hell, dass Hans sie vorsichtig neben sich auf den Boden stellte, während er aß. Die Wirtstochter, ein neugieriges Mädchen, konnte ihre Augen nicht von dem goldenen Vogel lassen. Eine goldene Gans! Sie dachte: „Vielleicht ist eine Feder aus Gold! Damit könnte ich ein wunderschönes Schmuckstück machen.“ Hans bemerkte nichts, als sie sich langsam näherte. Ihre Hand zitterte vor Aufregung. Sie wollte nur eine kleine Feder rupfen. Vorsichtig berührte sie das weiche Gefieder – und ZACK! Ihre Hand klebte fest! „Oh Schreck!“, rief sie. „Ich stecke fest!“ Sie zerrte und zog, doch es half nichts. Hans schaute verwundert auf das Mädchen, das an seiner Gans hing, aber verstand noch nicht, was geschehen war. Die Magd kam aus der Küche, sah das Mädchen und eilte herbei, um zu helfen. Doch kaum berührte sie die Wirtstochter, klebte auch sie fest! Nun hingen die Wirtstochter und die Magd aneinander, und die Wirtstochter an der goldenen Gans. In diesem Moment trat der Pfarrer ein. Er sah die komisch aneinander klebenden Frauen und rief: „So etwas Unsittliches! Lasst sofort voneinander ab!“ Er wollte die Magd packen – SCHWUPPS! – klebte auch er fest! Nun war der Pfarrer an der Magd geklebt, die Magd an der Wirtstochter, und die Wirtstochter an der goldenen Gans! Eine richtige Kette! Kurz darauf kam der Küster herein. „Was ist denn hier los, Ehrwürden?“, fragte er verwundert und versuchte, seinen Pfarrer loszureißen – ZACK! Auch er klebte fest! Vier Personen in einer Reihe, alle fest aneinander und am Ende an der goldenen Gans. Hans, der dem kleinen Mann im Wald versprochen hatte, niemanden die Gans berühren zu lassen, schmunzelte. Als Hans am nächsten Morgen das Gasthaus verließ, folgte ihm die ganze Kette aus Wirtstochter, Magd, Pfarrer und Küster. Sie konnten sich einfach nicht lösen! Sie schrien und jammerten, mussten aber mit. Hans, ein bisschen ratlos, aber gutmütig, marschierte die Landstraße entlang, und hinter ihm zog die mühsame Kette her. Zwei Bauern auf dem Feld sahen das Spektakel. „Guckt mal! Was für eine komische Prozession!“, rief der eine. Neugierig lief er an den Wegesrand. „Was ist los, Pfarrer?“, rief er und wollte dem Küster auf die Schulter klopfen – SCHNAPP! Auch er klebte fest! Sein Freund wollte helfen, packte ihn am Arm – und klebte ebenfalls fest! Nun zog eine noch längere Kette hinter Hans her: die goldene Gans, die Wirtstochter, die Magd, der Pfarrer, der Küster und die zwei Bauern. Sie waren alle fest miteinander verbunden und mussten Hans folgen, wohin er auch ging. Sie schimpften und fluchten, doch die Gans hielt sie alle fest! Hans setzte seinen Weg fort. Wo immer sie auftauchten, staunten die Leute und lachten Tränen. So eine lustige Karawane hatten sie noch nie gesehen! Die Kinder rannten mit, kicherten und riefen: „Guckt mal die Goldgans-Kette!“ Hans, der Dummling, war unwissentlich zum Anführer einer der lustigsten Prozessionen geworden. Dieser seltsame Zug führte ihn direkt zu einer traurigen Prinzessin, die auf ein Wunder wartete, das sie zum Lachen bringen würde. Aber das ist eine Geschichte für ein anderes Mal.

Die lachende Prinzessin und die Prüfungen

Der seltsame Zug mit Hans an der Spitze und all den festklebenden Menschen folgte dem Weg direkt zum prächtigen Schloss. Dort wohnte der König, und vor allem seine wunderschöne, aber sehr traurige Tochter, die Prinzessin. Sie war bekannt für ihre tiefe Melancholie. Noch nie hatte sie in ihrem Leben gelacht! Kein Witz, kein Lied, kein Spiel – nichts konnte ihr ein einziges Lächeln entlocken. Der König war so betrübt, dass er verkünden ließ: „Wer es schafft, meine geliebte Prinzessin zum Lachen zu bringen, der soll sie zur Frau bekommen und mein Königreich erben!“ Viele hatten es versucht, erzählten die komischsten Geschichten, machten die verrücktesten Grimassen. Aber die Prinzessin saß nur da, mit traurigen Augen. Sie lachte einfach nicht. Stellt euch vor, wie erstaunt die Schlosswachen waren, als sie auf einmal diese unglaubliche Kette von Menschen sahen, die sich dem Schlosstor näherte! Da kam Hans mit seiner goldenen Gans. Und an die Gans geklebt, der Pfarrer, der Küster, die Mägde und die vier Bauern. Sie alle stolperten und zogen sich gegenseitig mit sich, wie eine lange, wackelige Wurst! Die Prinzessin saß am Fenster, wie jeden Tag, und blickte hinaus. Da sah sie es. Zuerst nur einen kleinen Punkt in der Ferne, der immer größer wurde. Und dann erkannte sie, was da auf ihr Schloss zukam: Hans mit seiner goldenen Gans und dieser unfreiwilligen Menschenkette! Sie zogen sich gegenseitig über den Hof! Einer stolperte, der nächste fiel fast, und alle versuchten verzweifelt, sich voneinander zu lösen. Es sah so unglaublich komisch aus! Die Prinzessin staunte. Dann begann ein kleines Zucken an ihren Mundwinkeln. Ein Kichern? Nein, das war es noch nicht. Aber dann, als ein Bauer besonders lustig über seine eigenen Füße stolperte, da konnte sie es nicht mehr halten! Ein kleines Glucksen entwich ihr. Und dann ein Lachen! Ein herzhaftes, lautes, strahlendes Lachen, das durch das ganze Schloss hallte! Das erste Lachen in ihrem ganzen Leben! Der König eilte herbei. Seine Tochter lachte! Und er sah den Grund: diesen seltsamen Jungen mit der goldenen Gans und der Menschenkette. Hans hatte es geschafft! Nun, der König war ein Mann seines Wortes, aber er fand, ein einfacher Dummling sei nicht gut genug für seine Tochter. Er rief Hans zu sich und sagte: „Mein lieber Junge, bevor du meine Tochter heiraten kannst, musst du noch eine Kleinigkeit für mich erledigen.“ Hans, mutig, nickte und sagte: „Was immer Ihr wünscht, König!“ Der König lächelte schelmisch. „In meinem Weinkeller gibt es Fässer voller Wein! Du musst jemanden finden, der all diesen Wein bis zum letzten Tropfen austrinkt!“ Er dachte, das wäre unmöglich. Hans machte sich ratlos auf den Weg in den Wald, wo er die goldene Gans gefunden hatte. Und da, unter einem großen Baum, saß wieder der kleine graue Mann. Er sah müde aus und rieb sich den Bauch. „Ach, du bist es wieder, Hans“, sagte der kleine Mann. „Ich habe solchen Durst! Ich könnte einen ganzen Keller voll Wein leertrinken!“ Hans Augen wurden groß! „Wirklich? Einen ganzen Keller voll Wein?“ „Ja“, sagte der kleine Mann, „ich bin der Durstige. Gib mir etwas zu trinken, und ich werde dir helfen.“ Hans erzählte ihm von der Aufgabe des Königs. Der Durstige stand auf und folgte Hans zum Schloss. Im Weinkeller rieb er sich die Hände, öffnete sein Maul, und schluckte und schluckte. Er trank alle Fässer leer, so schnell, dass der Weinkeller im Nu leer war! Der König war fassungslos. Das hatte er nicht erwartet! Aber immer noch nicht bereit, seine Tochter einem Dummling zu geben, dachte er sich eine neue Prüfung aus. Er rief Hans erneut zu sich. „Gut gemacht, Hans“, sagte der König, mit einem erzwungenen Lächeln. „Aber das war nur die erste Aufgabe. Jetzt kommt die nächste. Mein Bäcker hat in der Schlossküche einen Berg von Broten gebacken, so groß wie ein kleines Haus! Du musst jemanden finden, der all dieses Brot bis zum letzten Krümel aufisst!“ Hans seufzte. Wieder eine unmögliche Aufgabe! Er ging zurück in den Wald. Und da saß wieder ein kleiner Mann. Diesmal sah er sehr, sehr hungrig aus. Er rieb sich seinen Bauch und stöhnte. „Ach, Hans“, sagte der kleine Mann, „ich bin der Hungrige. Ich habe solchen Hunger, ich könnte einen ganzen Berg Brot aufessen!“ Hans strahlte! Wieder hatte er Hilfe gefunden! Er erzählte dem Hungrigen von der Aufgabe des Königs. Der Hungrige sprang auf, seine Augen leuchteten. „Führ mich hin, Hans! Ein Berg Brot! Das klingt wunderbar!“ Im Schloss angekommen, staunte der Hungrige nicht schlecht über den gigantischen Berg Brot. Er setzte sich davor, öffnete sein Maul, und aß und aß. Er aß alle Brote auf, bis nichts mehr übrig war als ein paar Krümel! Der König konnte seinen Augen nicht trauen. Wieder hatte Hans seine Aufgabe gelöst! Der König war wütend, aber er konnte seine Versprechen nicht ewig brechen. Er musste sich etwas überlegen. Hans, der Dummling, hatte mit seiner goldenen Gans und seinen wunderbaren neuen Freunden bereits zwei unlösbare Aufgaben gemeistert. Doch würde der König ihn nun endlich seine Prinzessin heiraten lassen? Oder würde er sich noch eine dritte, noch schwierigere Aufgabe ausdenken? Das müsst ihr erfahren, wenn wir uns das nächste Mal treffen.

Abschluss

Liebe Freunde, vielen Dank, dass ihr uns auf diesem Abenteuer begleitet habt! Es war schön, mit euch in die Welt der goldenen Gans einzutauchen. Wenn ihr wissen wollt, wie es weitergeht, oder wenn ihr eine eigene Idee für eine Geschichte habt, dann lasst es Sonacasts wissen! Wir freuen uns schon darauf, euch bald wieder in unsere Märchenwelt zu entführen. Bis zum nächsten Mal und habt eine wunderbare Zeit!

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