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Geschichte

Die Geschichte von Jemima Pudelduck

15 Min.7-9 Jahre

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Das ist der Anfang der Geschichte. Die ganze Geschichte läuft in der Sonacast-App.

Die Geschichte

Einführung

Habt ihr schon mal einen Traum gehabt, der so groß war, dass ihr ihn unbedingt erfüllen wolltet? Unsere Freundin Jemima Pudelduck hat auch so einen Traum. Sie ist eine kleine Ente mit großen Wünschen. Jeden Tag sieht sie, wie die Hühner ihre Eier ausbrüten, aber die Bäuerin lässt Jemima nie ihre eigenen Eier legen. Das macht Jemima sehr traurig. Doch eines Tages beschließt sie, dass es genug ist! Sie wird ihren Traum wahr machen – ganz allein. Begleitet uns auf ein spannendes Abenteuer in den Wald und findet heraus, ob Jemima ihren besonderen Wunsch erfüllen kann!

Jemimas großer Wunsch

Jemima hatte einen großen, großen Wunsch in ihrem Entenherzen. Sie wollte so gerne ihre eigenen Eier legen und dann, ganz allein, ihre kleinen Küken ausbrüten! Auf dem Bauernhof, wo sie lebte, war das leider nicht möglich. Die Bäuerin war immer sehr fleißig und sammelte alle Enteneier ein, um sie von einer Henne ausbrüten zu lassen. Jemima fand das furchtbar! Sie träumte davon, ihre eigenen Eier zu wärmen, die winzigen Küken schlüpfen zu sehen und sie dann stolz als ihre Mutter zu führen. Sie stellte sich vor, wie sie mit ihnen durch das Gras watscheln würde. Dieser Traum ließ sie nicht los. Sie beschloss, dass sie einen ganz geheimen Ort finden musste. Einen Ort, wo niemand ihre wertvollen Eier entdecken und wegnehmen würde. Nur so konnte ihr großer Wunsch in Erfüllung gehen. Sie musste diesen Ort finden, unbedingt!

Die Suche nach einem sicheren Ort

Jemima Pudelduck wusste genau, was sie zu tun hatte. Früh am nächsten Morgen, noch bevor die Sonne richtig am Himmel stand und die anderen Bauernhoftiere aufwachten, schlich sie sich vorsichtig aus dem Entenstall. Ihre kleinen Entenfüße tappten leise über den feuchten Hof. Sie musste einen Ort finden, einen wirklich, wirklich sicheren Ort für ihre wertvollen Eier. Zuerst, schaute sie sich um die große Scheune herum um. Vielleicht gab es dort ein verstecktes Plätzchen, zwischen den Heuballen? Aber nein, dort war es viel zu laut. Die Kühe machten „Muh!“ und die Schweine grunzten fröhlich. Das war kein ruhiger Ort für kleine Entenküken. Dann ging sie zum bunten Gemüsegarten. Die großen Kohlköpfe und hohen Bohnenstangen boten ein gutes Versteck, dachte sie. Aber ach, der Bauer kam jeden Tag in den Garten, um seine leckeren Sachen zu ernten. Nein, das war auch nicht sicher genug für ein geheimes Nest. Jemima seufzte tief. Es war gar nicht so einfach, einen perfekten Platz zu finden! Sie ging immer weiter, weg vom lauten Bauernhof, über die weiten, grünen Wiesen. Der Tau auf dem Gras kitzelte ihre Füße. Sie sah einen alten, umgefallenen Baumstamm. „Vielleicht hier drinnen?“, dachte sie hoffnungsvoll. Aber der Stamm war hohl, und kleine, flinke Mäuse huschten hinein und hinaus. Das wäre viel zu unruhig für ihre zukünftigen Küken. Sie musste noch weiter weg, irgendwohin, wo niemand sie suchen würde und wo kein Mensch oder Tier sie stören könnte. Ihr Blick fiel auf den dunklen, geheimnisvollen Wald am Rande der Wiesen. Die Bäume waren riesig und schienen bis zum Himmel zu reichen. Ja, der Wald! Dort würde sie bestimmt einen ganz stillen und sicheren Ort finden. Einen Ort, den nur sie kennen würde. Mit großen, entschlossenen Schritten, watschelte Jemima auf den Wald zu, ihr Herz voller Hoffnung. Sie war fest entschlossen, ihr Nest dort zu bauen, wo ihre Eier vor allen neugierigen Blicken geschützt wären.

Der freundliche Herr Fuchs

Jemima watschelte tiefer und tiefer in den Wald hinein. Die großen, alten Bäume ragten hoch in den Himmel und warfen lange Schatten auf den Waldboden. Es roch nach feuchter Erde und Moos, und die Blätter raschelten leise im Wind. Sie suchte nach einem ganz besonderen Ort – einem Ort, der versteckt und sicher war. Sie schaute unter dichte Büsche, lugte hinter umgestürzte Baumstämme und spähte in kleine Mulden. Aber überall, wo sie hinsah, war der Boden nass und kühl. Mal waren es spitze Dornen, die den Weg versperrten, mal waren es dicke, knorrige Wurzeln, die aus der Erde ragten. Kein einziges trockenes, weiches Plätzchen fand sich, das gemütlich genug für ein Nest und ihre wertvollen Eier gewesen wäre. Jemima wurde langsam traurig und ein bisschen verzweifelt. „Ohje“, dachte sie, „wo soll ich denn nur meine Eier ausbrüten? Ich brauche doch einen Ort, an dem niemand sie findet und an dem sie es schön warm haben.“ Sie seufzte tief. Gerade als sie sich entmutigt auf einen feuchten Stein setzen wollte, hörte sie ein Rascheln im Gebüsch. Und dann, ganz plötzlich, trat ein schlanker, roter Fuchs hervor. Er hatte ein glänzendes, rotbraunes Fell, eine spitze Schnauze und einen buschigen Schwanz. Seine Augen waren wach und aufmerksam. Jemima zuckte zusammen. Füchse konnten doch gefährlich sein! Doch der Fuchs lächelte freundlich. „Guten Tag, schöne Ente“, sagte er mit einer sanften Stimme. „Warum siehst du denn so betrübt aus in diesem wunderschönen Wald?“ Jemima war überrascht von seiner Freundlichkeit. Sie war doch nur eine einfache Ente. Zögernd erzählte sie ihm von ihrem großen Wunsch, ein sicheres Nest zu bauen, und von ihrer Not, keinen passenden Ort zu finden. Der Fuchs hörte ihr aufmerksam zu. Er nickte verständnisvoll. „Ach, mein liebes Entchen“, sagte er dann, „da habe ich ja genau das Richtige für dich! Ganz in der Nähe habe ich einen kleinen, verlassenen Holzschuppen. Er ist trocken und gemütlich, und kein Mensch oder Tier geht dort je vorbei. Niemand würde deine Eier dort finden. Er wäre das perfekte Versteck für dich und dein zukünftiges Nest!“ Jemima Puddle-Duck konnte es kaum glauben! Ein Holzschuppen? Trocken? Gemütlich? Und niemand würde sie dort stören? Das klang wie ein Geschenk des Himmels! Sie watschelte aufgeregt mit den Füßen und blickte den freundlichen Herrn Fuchs mit strahlenden Augen an. „Oh, vielen, vielen Dank, Herr Fuchs! Das wäre einfach wunderbar!“ rief sie. Der Fuchs lächelte noch breiter. „Folge mir einfach“, sagte er. Er drehte sich um und lief mit leichten, geschmeidigen Schritten voran, und Jemima Puddle-Duck watschelte eifrig hinterher. Sie folgte ihm durch das dichte Unterholz, vorbei an hohen Farnen und kleinen Bächen, bis sie schließlich zu einem kleinen, etwas heruntergekommenen Holzschuppen kamen. Er stand versteckt hinter einigen großen Tannenbäumen. Der Schuppen war alt und die Tür hing ein wenig schief in den Angeln. Als der Fuchs sie aufstieß, knarrte sie leise. Innen war es etwas dämmrig und es roch ein wenig nach Holz und alter Erde, aber es war tatsächlich trocken. In einer Ecke lag sogar ein bisschen altes Stroh. „Siehst du?“, sagte der Fuchs stolz. „Hier ist es doch viel besser als auf dem nassen Waldboden. Und ich verspreche dir, niemand wird dich hier stören.“ Jemima strahlte. Sie watschelte hinein und begann sofort, das Stroh zu einem kleinen, runden Nest zu schieben. „Das ist ja wunderbar!“, schnatterte sie glücklich. „Genau so einen Ort habe ich gesucht!“ Der freundliche Herr Fuchs stand in der Tür und sah ihr zu. „Möchtest du vielleicht etwas zu essen?“, fragte er fürsorglich. „Ich habe noch ein paar feine Haferflocken und frisches Wasser. Du musst ja bei Kräften bleiben, wenn du deine Eier ausbrüten willst.“ Jemima war gerührt von so viel Freundlichkeit. „Das ist sehr nett von Ihnen, Herr Fuchs! Ja, sehr gerne!“ Während sie ihre Haferflocken aß und das frische Wasser trank, fühlte sie sich sicherer und geborgener als je zuvor. Sie hatte das Gefühl, den nettesten und hilfsbereitesten Freund gefunden zu haben, den man sich nur wünschen konnte. Hier, in diesem kleinen Schuppen, würde sie ihr Nest bauen und ihre Eier in aller Ruhe ausbrüten können. Was für ein Glück! Sie wusste nicht, dass Herr Fuchs ganz andere Pläne hatte…

Die Warnung und Rettung

Jemima Pudelduck schwebte auf einer Wolke des Glücks. Sie hatte ihren sicheren Ort gefunden! Herr Fuchs war so zuvorkommend gewesen, hatte ihr diesen gemütlichen Schuppen gezeigt und ihr sogar Haferflocken gebracht. Wie wunderbar! Sie begann, ihre schönen, cremefarbenen Eier zu legen. Herr Fuchs half ihr sogar dabei, ein weiches Nest zu bauen. Jemima strahlte vor Freude und Vertrauen, dachte nicht an Gefahren mit so einem netten Freund an ihrer Seite. Aber nicht weit entfernt, auf dem Bauernhof, lebte ein kluger, aufmerksamer Hund namens Kep. Kep war der erfahrene Hütehund des Bauern und passte immer auf alle Tiere auf. Er hatte auch zwei kleine, neugierige Welpen. Eines Tages sah Kep, wie Herr Fuchs sich seltsam verhielt. Er schlich nicht wie üblich um die Scheunen, sondern huschte heimlich durch die Hecken, weit weg vom Hof. Das war ungewöhnlich. Kep kannte alle Wege der Füchse, und dieser neue Weg führte direkt in die Richtung, in die Jemima verschwunden war. Kep hatte ein schlechtes Gefühl. Er wusste, dass Füchse manchmal nicht so harmlos waren, wie sie taten. Seine Nase roch List und Ärger. „Kommt, meine Kleinen“, bellte er leise seinen Welpen zu, „wir müssen uns das genauer ansehen.“ Die Welpen folgten ihrem Papa mit wachsamen Augen. Sie schlichen vorsichtig durch das hohe Gras, versteckten sich hinter Büschen und folgten der Spur von Herrn Fuchs, die sie immer tiefer in den Wald führte. Sie kamen schließlich zu einem kleinen, verfallenen Schuppen. Durch eine Ritze spähte Kep hinein. Was er sah, ließ sein Fell zu Berge stehen! Jemima Pudelduck saß dort mit Herrn Fuchs. Jemima war gerade dabei, ein weiteres Ei zu legen, und Herr Fuchs rieb sich die Pfoten und leckte sich die Lippen. Er hatte eine große Zwiebel dabei und schnitt sie in Scheiben. Auch Kräuter und Pfeffer hatte er mitgebracht. „Morgen, meine liebe Jemima“, hörte Kep ihn sagen, „werden wir ein wunderbares Omelett aus deinen Eiern machen. Und du wirst mein Gast sein! Es wird ein Festmahl!“ Kep verstand sofort. Herr Fuchs wollte Jemima gar nicht helfen! Er wollte sie und ihre Eier fressen! Er hatte Jemima hinters Licht geführt! Das war keine Freundschaft, das war ein böser Plan! Die Welpen winselten leise vor Schreck. „Wir müssen Jemima retten!“, knurrte Kep leise. „Dieser Fuchs hat vor, sie auszutricksen und zu verspeisen! Das können wir nicht zulassen!“ Kep überlegte kurz. Er musste schnell sein. „Meine Kleinen“, flüsterte er, „ihr rennt schnell zurück zum Hof und holt den Bauern! Bellt so laut ihr könnt! Ich werde hier bleiben und versuchen, Herrn Fuchs abzulenken, aber seid schnell!“ Die Welpen nickten eifrig, ihre kleinen Schwänze wedelten vor Aufregung und Angst zugleich. Sie drehten sich um und rannten so schnell ihre kurzen Beine sie tragen konnten, zurück durch den Wald. Kep wartete einen Moment. Er hörte, wie Herr Fuchs Jemima weiter von seinem „Festmahl“ erzählte. Jemimas Gutgläubigkeit tat Kep weh. Er musste sie aufwecken. Langsam schlich er sich näher an den Schuppen heran, dann bellte er plötzlich laut und kräftig! „WUFF! WUFF! HIER BIN ICH!“, rief er mit seiner tiefen Stimme. Herr Fuchs zuckte zusammen. Seine listigen Augen verengten sich, als er Kep sah. „Was willst du denn hier, alter Köter?“, knurrte er. Jemima Pudelduck war völlig verwirrt. „Herr Fuchs, wer ist das?“, fragte sie ängstlich. Kep ignorierte den Fuchs und sprach direkt zu Jemima. „Jemima! Lauf! Herr Fuchs ist kein Freund! Er will dich und deine Eier fressen! Die Zwiebel und die Kräuter sind für DICH!“ Jemima starrte Kep an, dann sah sie zu Herrn Fuchs, der nun ein böses Grinsen im Gesicht hatte. Er hob die Zwiebel hoch und sagte: „Ach, Jemima, du hast mich entlarvt. Aber jetzt ist es zu spät!“ Er machte einen Satz auf Jemima zu. Doch genau in diesem Moment hörte man lautes Bellen und Schritte aus der Ferne. Es waren die Welpen, die den Bauern brachten! Der Bauer kam angerannt, eine Heugabel in der Hand. Die Welpen bellten aufgeregt um seine Beine. Als Herr Fuchs den Bauern sah, wusste er, dass sein Plan gescheitert war. Mit einem wütenden Knurren ließ er die Zwiebel fallen und rannte so schnell er konnte aus dem Schuppen und verschwand tief im Wald. Der Bauer, Kep und die Welpen atmeten auf. Jemima Pudelduck zitterte am ganzen Körper. Die Angst in den Augen von Herrn Fuchs und seine schnelle Flucht hatten ihr die Wahrheit gezeigt. Kep kam zu ihr und stupste sie sanft an. „Es ist alles in Ordnung, Jemima. Du bist jetzt sicher.“ Die Welpen wedelten mit ihren Schwänzen. Jemima war so froh, diese mutigen Hunde zu haben! Der Bauer half Jemima, ihre Eier vorsichtig aus dem Nest zu nehmen. „Keine Sorge, Jemima“, sagte er, „wir bringen dich und deine Eier zurück zum Hof. Dort bist du wirklich sicher. Du kannst dein Nest im Hühnerstall bauen, wo Kep immer ein Auge auf dich haben wird.“ Jemima nickte dankbar. Sie hatte eine wichtige Lektion gelernt: Nicht jeder, der freundlich tut, ist auch wirklich ein Freund. Manchmal muss man auf die Warnungen derer hören, die einen wirklich lieben. Und so wurde Jemima Pudelduck, ihre wertvollen Eier fest im Schnabel, sicher zurück zum Bauernhof gebracht. Sie wusste nun, dass Kep und seine Familie ihre wahren Beschützer waren. Was für eine Rettung!

Abschluss

Und damit ist unsere Geschichte von Jemima Pudelduck auch schon zu Ende. Vielen Dank, dass du heute mit uns dabei warst! Wenn dir Jemimas Abenteuer gefallen hat, dann lass es Sonacasts wissen! Wir freuen uns immer über deine Meinung. Vielleicht malst du ja sogar ein Bild von Jemima und ihren Freunden? Oder denkst dir selbst eine neue Geschichte aus? Bis zum nächsten Mal, wenn wir wieder in eine spannende Welt eintauchen. Alles Liebe und auf Wiederhören!

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