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Geschichte

Die Bremer Stadtmusikanten

15 Min.7-9 Jahre

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Das ist der Anfang der Geschichte. Die ganze Geschichte läuft in der Sonacast-App.

Die Geschichte

Einleitung

Stell dir vor, du bist alt und müde, und niemand will dich mehr. Was tun? Eine ganz besondere Reise beginnen! In unserer heutigen Geschichte treffen wir einen Esel, einen Hund, eine Katze und einen Hahn. Sie alle haben einen großen Traum: Stadtmusikanten in Bremen zu werden. Aber der Weg dorthin ist voller Überraschungen und Abenteuer. Werden sie es schaffen, oder finden sie ein ganz anderes, wunderbares Zuhause? Mach dich bereit für eine lustige Geschichte über Freundschaft und Mut!

Der Esel und der Hund

So begann unser alter Esel seine lange Reise. Er war schon alt und sein Herr wollte ihn nicht mehr. Das machte den Esel sehr traurig. Aber er hatte eine gute Idee! 'Ich gehe nach Bremen', dachte er, 'und werde dort Stadtmusikant!' So trottete er los, ganz allein. Nicht lange danach traf er einen alten Jagdhund am Wegesrand. Der Hund schnaufte müde. 'Warum bist du so traurig?', fragte der Esel. Der Hund erzählte, dass er zu alt sei, um zu jagen. Auch ihn wollte sein Herr nicht mehr. 'Ach, komm mit mir!', sagte der Esel fröhlich. 'Wir gehen zusammen nach Bremen und werden Musikanten! Ich spiele die Laute und du trommelst!' Der Hund wedelte mit dem Schwanz. Das klang nach einem wunderbaren Plan! Und so zogen sie zu zweit weiter, der Esel und der Hund, auf dem Weg nach Bremen.

Die Katze und der Hahn

Die beiden Freunde, der Esel und der Hund, zogen fröhlich weiter auf ihrem Weg nach Bremen. Sie sangen kleine Lieder und erzählten sich Witze. Da sahen sie am Wegesrand eine alte Katze sitzen, die ein sehr trauriges Gesicht machte. Ihre Schnurrhaare hingen herunter und sie miaute jämmerlich. „Was ist denn los mit dir, alte Schnurrbartfreundin?“, fragte der Esel. Die Katze seufzte tief. „Ach“, sagte sie, „ich bin alt geworden und kann keine Mäuse mehr fangen. Meine Menschen wollten mich nicht mehr haben und haben mich fortgejagt.“ „Du Arme!“, sagte der Hund. „Aber wir haben eine tolle Idee! Wir gehen nach Bremen und werden dort Stadtmusikanten. Willst du nicht mitkommen? Du hast doch eine schöne Stimme, besonders in der Nacht!“ Die Katze bekam glänzende Augen. „Das klingt wunderbar! Ich komme mit!“ Und so schloss sich die Katze den beiden an. Nun waren es drei Freunde, die gemeinsam sangen und liefen. Der Esel trug den Hund, und die Katze spazierte daneben. Sie waren schon ein gutes Stück gegangen, als sie plötzlich ein lautes „Kikeriki!“ hörten. Aber es war kein fröhliches Kikeriki, sondern ein sehr trauriges. Sie schauten sich um und entdeckten auf einem Zaun einen großen, roten Hahn. Er rief immer wieder „Kikeriki!“, aber seine Stimme klang ganz verzweifelt. „Was ist denn mit dir los, schöner Hahn?“, fragte der Esel. Der Hahn schlug mit den Flügeln. „Ach, ich soll heute Abend in den Suppentopf! Meine Herrin will Gäste bewirten, und da bin ich der Auserwählte!“ „Das ist ja furchtbar!“, rief die Katze. „Komm mit uns nach Bremen!“, schlug der Esel vor. „Dort können wir alle zusammen Musik machen. Du hast so eine kräftige Stimme, die wir gut gebrauchen können. Du kannst die schönsten Melodien singen und uns jeden Morgen wecken!“ Der Hahn überlegte nicht lange. „Ja! Das ist viel besser als Suppe! Ich komme mit!“ Und so war die Gruppe komplett. Vier Freunde – der Esel, der Hund, die Katze und der Hahn – machten sich nun gemeinsam auf den langen Weg nach Bremen, um Stadtmusikanten zu werden. Was für ein Abenteuer das wohl werden würde!

Das Räuberhaus im Wald

Die vier Freunde – Esel, Hund, Katze und Hahn – wanderten lange Stunden. Der Wald wurde dichter, die Sonne sank. Müdigkeit und Hunger plagten sie. „Ich kann keinen Schritt mehr gehen“, murrte der Esel. „Mein Bauch singt schon ein Lied!“ Der Hund hechelte: „Ein warmes Plätzchen und etwas zu essen, das wäre toll!“ Die Katze, auf dem Eselrücken, maunzte: „Miau! Ich bin so müde.“ Da rief der Hahn von der Katze herab: „Kikeriki! Schaut mal! Ich sehe ein Licht!“ Alle blickten. Tief zwischen den dunklen Bäumen blinkte ein kleines, gelbes Licht. „Das muss ein Haus sein!“, bellte der Hund. „Vielleicht gibt es dort Wärme und etwas zu fressen!“ Mit neuer Hoffnung eilten sie dem Licht entgegen. Der holprige Weg war mühsam, doch die Aussicht auf ein warmes Lager trieb sie an. Als sie näherkamen, sahen sie ein gemütliches Häuschen, Rauch stieg aus dem Schornstein, und ein warmer Schein fiel durchs Fenster. „Ich schau mal, wer da wohnt“, flüsterte der Esel und lugte vorsichtig durchs Fenster. Was er da sah, ließ seine Ohren wackeln! Drinnen saßen drei grimmige Räuber an einem riesigen, reich gedeckten Tisch. Überall lagen die leckersten Speisen: Braten, knuspriges Brot, Käse, Wein. Die Räuber lachten laut, stießen mit Bechern an und schmatzten genüsslich. Der Esel kam schnell zu seinen Freunden zurück. „Oh je, da sind Räuber drin! Aber der Tisch! Er ist voll mit den herrlichsten Sachen, die ich je gesehen habe!“ Die Tiere überlegten. „Räuber?“, fragte der Hund. „Die sind doch böse! Aber das Essen...“ „Wir müssen sie vertreiben!“, sagte der Hahn entschlossen. „Dann gehört das Haus uns, und wir können uns satt essen und ausruhen!“ „Aber wie sollen wir das anstellen?“, fragte die Katze besorgt. Der schlaue Hahn hatte eine Idee. „Wir machen Musik! Die lauteste Musik, die es je gab! Wenn die Räuber das hören, werden sie so erschrecken, dass sie weglaufen!“ Die anderen fanden die Idee fantastisch! „Gut!“, sagte der Esel. „Dann stellt euch auf mich! Wir machen einen Turm!“ Der Esel stellte sich vor das Fenster. Der Hund sprang auf seinen Rücken, die Katze auf den Hund, und der Hahn flog auf den Kopf der Katze. Da standen sie nun, ein großer, lustiger Turm von Tieren, direkt vor dem Fenster der Räuber. „Seid ihr alle bereit?“, fragte der Esel. Und dann legten sie los! Der Esel iahte ein markerschütterndes „I-ahh! I-ahh!“ Der Hund bellte dazu mit einem lauten „Wau! Wau! Wau!“ Die Katze maunzte mit einem schrillen „Miau! Miau! Miau!“ Und der Hahn krähte mit seiner ganzen Kraft: „Kikeriki! Kikeriki!“ Was für ein Lärm das war! Es war lauter als ein Donnergrollen, schriller als ein Sturm, schrecklicher als alles, was die Räuber je gehört hatten. Die Räuber im Haus erschraken fürchterlich! Sie dachten, ein schreckliches, vielköpfiges Ungeheuer sei vor ihrem Fenster aufgetaucht. Ihre Augen wurden groß, ihre Bärte zitterten. „Hilfe!“, rief der eine Räuber. „Ein Geist! Ein Monster!“ „Es kommt uns holen!“, schrie der zweite. „Nichts wie weg hier!“, brüllte der dritte. Sie sprangen von ihren Stühlen auf, stießen den Tisch um und rannten so schnell sie konnten aus der Tür, tief hinein in den dunklen Wald. Sie ließen alles stehen und liegen: den übervollen Tisch, ihre warmen Betten und sogar ihre Beute. Die vier Freunde schauten sich an. Sie hatten es geschafft! Mit ihrem lauten Konzert hatten sie die bösen Räuber vertrieben! Sie kletterten vom Turm herunter und stürmten ins Haus. „Juchhu!“, rief der Hund. „Schaut mal, wie viel leckeres Essen!“, maunzte die Katze. Sie setzten sich an den großen Tisch – oder besser gesagt, an das, was davon übrig war – und aßen, bis ihre Bäuche kugelrund waren. So ein leckeres Abendessen hatten sie lange nicht mehr gehabt! Sie schmatzten und genossen jeden Bissen. Nach dem Essen, pappsatt und zufrieden, suchte sich jeder ein gemütliches Plätzchen für die Nacht. Der Esel legte sich auf den Misthaufen vor der Tür. Der Hund legte sich hinter die Tür, wo es warm war. Die Katze kuschelte sich auf den warmen Herd. Und der schlaue Hahn flog hoch auf den Dachbalken. Und dann schliefen alle ein. Sie waren glücklich und zufrieden. Sie hatten ein warmes Zuhause für die Nacht gefunden und ihre Bäuche waren voll. Was für ein aufregender Tag das gewesen war, voller Überraschungen und Mut! Aber das Abenteuer war noch nicht vorbei...

Der große Schrecken und das neue Zuhause

Nachdem der Esel, der Hund, die Katze und der Hahn ihre Bäuche gefüllt und es sich gemütlich gemacht hatten, schliefen sie bald tief und fest ein. Sie träumten von Bremern Musikanten und einem wunderbaren, neuen Leben. Doch die Geschichte war noch nicht zu Ende, denn draußen im dunklen Wald saßen die Räuber. Sie hatten sich versteckt und warteten ab. Einer von ihnen, der Anführer, murmelte: „Ich glaube, das Haus ist wieder leer. Diese Lichter… das muss ein Irrtum gewesen sein.“ Ein anderer Räuber, der etwas mutiger war als die anderen, sagte: „Ich gehe nachschauen. Nur mal kurz gucken, ob alles in Ordnung ist und ob wir unser gutes Essen noch retten können.“ Er war ein bisschen ängstlich, aber die Neugier und der Gedanke an das leckere Essen waren stärker. Also schlich er sich leise, auf Zehenspitzen, zurück zum Haus. Es war stockfinster. Kein Licht war mehr zu sehen, nur die Schatten der Bäume tanzten im Mondlicht. Der Räuber öffnete vorsichtig die Haustür. Knarrr! machte sie leise. Er trat ein und sah sich um. Alles war dunkel und still. Er spürte nach einem Streichholz, um ein Licht anzuzünden und genauer zu sehen, ob wirklich niemand da war. Während er in seiner Tasche kramte, stolperte er im Dunkeln über etwas am Boden. Es war der Esel! Der hatte sich, nachdem er satt war, gleich hinter der Tür schlafen gelegt, weil es dort so schön warm war. Und als der Räuber stolperte, gab der Esel ihm einen kräftigen Hufschlag! PENG! Direkt auf den Popo! „Autsch!“, schrie der Räuber und fiel rückwärts. Aber das war erst der Anfang! Während er sich aufrappelte und nach Luft schnappte, sprang der Hund, der auf dem Sofa lag und geschlafen hatte, mit einem lauten Wuff! Wuff! auf ihn zu und biss ihn ins Bein! Nicht fest, aber fest genug, dass der Räuber wieder aufschrie: „Hilfe! Ein Monster!“ Er versuchte, zur Küche zu rennen, um sich zu verstecken, aber da wartete schon die Katze auf ihn. Die hatte auf dem warmen Herd geschlafen und ihre Augen leuchteten im Dunkeln wie zwei grüne Lichter. Als der Räuber an ihr vorbeirennen wollte, sprang sie ihm ins Gesicht und kratzte ihn mit ihren scharfen Krallen. „Miau!“, sagte die Katze, aber es klang wie ein böses Fauchen für den Räuber. Der Räuber taumelte und rannte wieder zurück zur Tür. Er wollte nur noch raus! Aber da saß der Hahn, der auf dem Dachbalken geschlafen hatte und vom ganzen Lärm wach geworden war. Er reckte seinen Hals und krähte aus voller Kehle: „Kikerikiiiiiiiiiiiii!“ Es war so laut und so plötzlich, dass es dem Räuber in den Ohren gellte. Er dachte, das Haus würde gleich einstürzen! Der Hahn flog dann auch noch mit seinen Flügeln klatschend hinter ihm her, als er aus der Tür stürmte. Der Räuber rannte so schnell er konnte zurück zu seinen Freunden im Wald. Er war außer Atem, sein Gesicht war zerkratzt, sein Bein tat weh und sein Popo pochte. „Was ist los?“, fragten die anderen Räuber erschrocken. „Was ist passiert?“ „Oh! Oh!“, keuchte der Räuber. „In dem Haus! Da wohnt ein schreckliches Gespenst! Es hat mich mit einem Besen geschlagen, als ich durch die Tür wollte! Und ein zweites Gespenst, das sich als Jäger verkleidet hat, hat mich mit einem Messer ins Bein gestochen! Und in der Küche saß eine Hexe, die mir ihr spitze Krallen ins Gesicht gehauen hat! Und auf dem Dach… auf dem Dach sitzt der Richter! Der hat ganz laut gerufen: ‚Den Dieb her zu mir!‘“ Die anderen Räuber hörten das und bekamen es mit der Angst zu tun. Ein Gespenst? Ein Jäger? Eine Hexe? Und der Richter? Oh weh! Das war viel zu gruselig! „Lauf!“, riefen sie alle durcheinander. „Lauf, so schnell du kannst! Wir kommen nie wieder in dieses Haus!“ Und so rannten die Räuber panisch in die tiefste Dunkelheit des Waldes und kamen niemals zurück. Die vier Tiere aber, der Esel, der Hund, die Katze und der Hahn, hatten alles mit angehört. Sie lachten laut. Sie hatten die Räuber erfolgreich vertrieben! Sie waren so froh und so glücklich, dass sie sich alle in die Arme fielen – oder besser gesagt, in die Pfoten und Hufe. Sie hatten ein Zuhause! Ein wunderschönes, warmes Zuhause, ganz für sich allein! Sie durften für immer hier wohnen! Und so zogen sie in das Haus ein. Der Esel durfte im Garten grasen, der Hund schlief am liebsten auf dem weichen Sofa, die Katze machte es sich auf dem warmen Herd gemütlich und der Hahn wachte jeden Morgen vom Dach aus über alles. Sie lebten dort glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende. Und so wurden sie zwar keine Bremer Stadtmusikanten, aber sie fanden etwas viel Besseres: ein echtes Zuhause und eine wundervolle Freundschaft. Was für ein glückliches Ende für unsere vier Freunde!

Verabschiedung

Und so geht unser spannendes Abenteuer zu Ende! Vielen Dank, dass ihr uns auf dieser Reise mit den Bremer Stadtmusikanten begleitet und so aufmerksam zugehört habt. Es war schön, euch dabei zu haben. Wenn ihr Lust auf mehr fantastische Geschichten habt oder uns erzählen möchtet, was euch am besten gefallen hat, dann lasst Sonacasts gerne eine Nachricht zukommen. Wer weiß, welche wunderbaren Geschichten ihr selbst noch entdecken oder euch sogar ausdenken könnt! Bis zum nächsten Mal, bleibt neugierig und habt eine zauberhafte Zeit!

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