
Geschichte
Der Teufel mit den drei goldenen Haaren
15 Min.7-9 Jahre
Das ist der Anfang der Geschichte. Die ganze Geschichte läuft in der Sonacast-App.
Die Geschichte
Ein magischer Anfang
Hallo, liebe Kinder! Heute tauchen wir ein in eine ganz besondere Geschichte. Stellt euch vor, ein Junge wird geboren und hat schon ein magisches Schicksal. Er soll eine Prinzessin heiraten! Aber der böse König mag das gar nicht und schickt den Jungen auf eine gefährliche Reise. Eine Reise, die ihn sogar zum Teufel selbst führen wird! Ob unser Held mutig genug ist, dem Teufel drei goldene Haare zu entreißen? Lasst uns gemeinsam herausfinden, wie er das schafft!
Der Glückspilz und der eifersüchtige König
Okay, der König war so gar nicht glücklich, dass unser kleiner Glückspilz immer so viel Glück hatte! Er dachte sich: „Ich muss diesen Jungen loswerden!“ Zuerst schickte er ihn in den Wald, um gefährliche Beeren zu sammeln. Aber was passierte? Unser Held fand nur die leckersten, süßesten Beeren! Der König wurde immer wütender. Dann versuchte der König einen anderen Plan. Er befahl dem Jungen, auf den höchsten Berg zu steigen, wo es angeblich gruselige Drachen gab. Doch anstatt Drachen traf unser Glückspilz nur freundliche Bergziegen, die ihm den Weg zeigten! Der König konnte es nicht fassen. Schließlich hatte der König eine ganz, ganz fiese Idee. Er rief den Jungen zu sich und sagte: „Wenn du wirklich so glücklich bist, dann bring mir doch… drei goldene Haare vom Kopf des Teufels!“ Der König dachte, das würde der Junge niemals schaffen. Aber unser kleiner Held ließ sich nicht entmutigen! Er packte seinen kleinen Rucksack und machte sich auf den Weg.
Die gefährliche Aufgabe
Unser kleiner Held wanderte und wanderte, mit seinem kleinen Rucksack auf dem Rücken. Die Sonne schien warm, aber tief im Wald wurde es schon ein bisschen dunkler. Er war mutig, unser Junge, aber ein ganz kleines bisschen aufgeregt war er schon. Zum Teufel gehen! Das war keine kleine Aufgabe. Nach einer Weile kam er an einen großen Fluss. Dort stand ein alter Fährmann, der traurig vor sich hin schaute. „Guten Tag, lieber Fährmann“, sagte der Junge freundlich. „Könntest du mich bitte über den Fluss bringen?“ Der Fährmann nickte, aber er seufzte tief. „Ja, das kann ich. Aber sag mal, mein lieber Junge“, fragte er, „warum muss ich eigentlich immer und immer wieder rudern? Ich kann niemals aufhören!“ Der Junge überlegte kurz. „Ich gehe zum Teufel“, erzählte er, „und ich werde ihn fragen, warum du immer rudern musst! Ich bringe dir eine Antwort mit.“ Der Fährmann schaute ihn an. „Oh, das wäre wunderbar!“, sagte er. Unser Junge verabschiedete sich vom Fährmann und wanderte weiter. Bald erreichte er eine Stadt. Aber was war das? Alle Leute sahen ganz traurig aus und flüsterten miteinander. Es gab kein frisches Wasser mehr! Der Brunnen der Stadt war seit langer Zeit trocken. Ein alter Mann trat vor. „Junge“, fragte er, „du siehst so entschlossen aus. Weißt du vielleicht, warum unser Brunnen kein Wasser mehr gibt? Wir verdursten fast!“ Der Junge lächelte. „Ich bin auf dem Weg zum Teufel“, sagte er wieder, „und ich werde ihn auch fragen, warum euer Brunnen trocken ist! Habt Geduld, ich bringe die Lösung!“ Die Leute schauten ihn hoffnungsvoll an. „Das wäre ein Wunder!“, riefen sie. Mit diesen beiden wichtigen Fragen im Kopf ging unser kleiner Held weiter und weiter. Er wusste, dass der Weg nicht einfach sein würde, aber er war fest entschlossen, dem Fährmann und den Stadtbewohnern zu helfen. Und dem Teufel ganz nahe zu kommen.
Im Haus des Teufels
Unser mutiger Junge wanderte lange durch dunkle Wälder und über hohe Berge. Die Bäume wurden immer größer und unheimlicher, die Sonne versteckte sich oft. Er hörte Rascheln und fernes Heulen, doch seine wichtige Aufgabe – dem Fährmann und den Stadtbewohnern zu helfen – hielt ihn tapfer. Endlich sah er ein Haus! Groß und dunkel, mit schiefem Dach und Fenstern wie schlafende Augen. Rauch stieg aus einem krummen Schornstein, und ein seltsamer Geruch – nach Schwefel und Verbranntem – hing in der Luft. Das musste es sein: Das Haus des Teufels! Mit klopfendem Herzen trat der Junge näher und klopfte vorsichtig an die große, knarrende Holztür. Die Tür öffnete sich langsam, und eine alte Frau lugte heraus. Ihre freundlichen, wachsamen Augen strahlten eine besondere Güte aus. 'Guten Tag, junge Seele', sagte sie sanft. 'Was führt dich hierher?' Der Junge erzählte von seiner Aufgabe: die drei goldenen Haare des Teufels holen und Antworten auf zwei wichtige Fragen finden. Die alte Frau schüttelte den Kopf. 'Ach du lieber Himmel', sagte sie. 'Das ist mein Enkel, der Teufel! Er mag keine Menschen. Aber sei unbesorgt, ich werde dir helfen, denn du scheinst ein guter Junge zu sein!' 'Komm schnell!', flüsterte sie. 'Mein Enkel kommt bald nach Hause. Er riecht die Menschen auf Meilen Entfernung!' Sie versteckte den Jungen unter ihrem großen Rock. 'Bleib ganz still!', sagte sie. 'Keinen Mucks!' Der Junge kauerte sich zusammen, den Atem anhaltend. Der Geruch von Schwefel wurde noch stärker. Kaum war der Junge versteckt, da öffnete sich die Tür mit einem lauten Krachen! Der Boden bebte! 'Großmutter!', brüllte eine tiefe, grollende Stimme. 'Ich rieche Menschenfleisch! Da muss jemand hier sein!' Es war der Teufel. Er hatte ein rotes Gesicht, kleine Hörner und einen langen Schwanz, trug aber eine schmutzige Schürze und sah müde aus. 'Ach, Unsinn, mein lieber Enkel', sagte die Großmutter, 'du bist nur müde. Setz dich und iss etwas. Ich habe dein Lieblingsessen gekocht!' Der Teufel knurrte, aber der Geruch des Essens lenkte ihn ab. Er schlang alles hinunter. Die Großmutter schenkte ihm einen speziellen Schlaftrunk ein. 'Hier, trink das, mein Junge. Du siehst so erschöpft aus.' Der Teufel trank, seine Augen wurden schwerer. 'Ich bin so müde', murmelte er. 'Ich muss ein Schläfchen halten.' Bald darauf schnarchte der Teufel so laut, dass die Fensterscheiben klirrten! Die Großmutter schlich sich leise an ihn heran. Der Junge lugte vorsichtig unter dem Rock hervor. Die Großmutter beugte sich über den schlafenden Teufel und zog ihm ganz vorsichtig ein goldenes Haar aus dem Kopf. 'Aua!', rief der Teufel im Schlaf. 'Was war das denn?' Die Großmutter streichelte ihn. 'Ach, mein Enkelchen, du hast schlecht geträumt. Was hast du geträumt?' Der Teufel murmelte: 'Ich träumte von einem Fährmann, der sich beschwerte, dass er ewig lang Leute über den Fluss fahren muss und niemals abgelöst wird. Er fragte, wann er endlich frei sein wird.' Die Großmutter nickte. 'Und was war die Antwort darauf?' Der Teufel grummelte: 'Er soll das Ruder jemandem in die Hand drücken, der mitfahren will, dann wird er frei sein.' Die Großmutter merkte sich die Antwort gut. Dann zog sie ihm das zweite goldene Haar. 'Aua!', rief der Teufel wieder. 'Was ist los?' Die Großmutter fragte: 'Was hast du geträumt, mein Schatz?' Der Teufel murmelte: 'Ich träumte von einer Stadt, in der ein Brunnen versiegt ist. Die Leute dort hungern und dürsten.' Die Großmutter fragte: 'Und was war die Lösung dafür?' Der Teufel schnarchte leise: 'Unter dem Brunnen sitzt eine Kröte. Wenn sie getötet wird, sprudelt das Wasser wieder.' Auch diese Antwort merkte sich die Großmutter. Und schließlich zog sie ihm das dritte und letzte goldene Haar aus dem Kopf. 'Aua! Aua! Aua!', brüllte der Teufel im Schlaf. 'Was ist denn nun schon wieder?!' Die Großmutter streichelte ihn beruhigend. 'Nur ein schlechter Traum, mein lieber Enkel. Was träumtest du dieses Mal?' Der Teufel brummte: 'Ich träumte von einem Baum, der goldene Äpfel tragen soll, aber keine trägt. Und niemand weiß, warum.' Die Großmutter lauschte gespannt. 'Und was war die Ursache?' Der Teufel murmelte: 'Eine Maus nagt an der Wurzel. Wenn sie getötet wird, trägt der Baum wieder goldene Äpfel.' Mit den drei goldenen Haaren in der Hand und allen wichtigen Antworten schlich die Großmutter leise weg.
Die Rückkehr und die Lösungen
Die alte Großmutter, mit den drei goldenen Haaren und den so wichtigen Antworten sicher in ihrer Tasche, schlich vorsichtig aus dem Haus des Teufels. Sie wusste, dass sie schnell zurück zum Glückspilz musste, der sicher schon ungeduldig wartete. Und tatsächlich! Am Ufer des großen Flusses saß unser Glückspilz und blickte sehnsüchtig auf das Wasser. Er hatte gewartet, und gewartet, und gewartet. Als er die alte Frau sah, sprang er auf. „Großmutter! Habt Ihr sie gefunden? Die goldenen Haare? Und die Antworten?“, fragte er aufgeregt. Die Großmutter lächelte müde. „Ja, mein lieber Junge“, sagte sie und nickte. „Alles, was du brauchst, habe ich hier bei mir.“ Sie zog die drei glänzenden goldenen Haare hervor, die im Mondlicht wie kleine Sonnenstrahlen funkelten. Dann flüsterte sie ihm alle Geheimnisse ins Ohr, die sie vom Teufel gelernt hatte. Vom Fährmann, von der Quelle, vom Apfelbaum und sogar vom versteckten Schatz. Der Glückspilz dankte ihr tausendmal, sein Herz pochte vor Freude und Erleichterung. Mit den goldenen Haaren sicher verstaut und den Antworten im Kopf verabschiedete er sich von der klugen Großmutter und machte sich auf den Heimweg. Sein Abenteuer war noch nicht vorbei, aber jetzt hatte er alle Werkzeuge, um es zu beenden. Als Erstes kam er wieder an den großen Fluss, wo der alte Fährmann immer noch mühsam das Ruder schwang. Der Fährmann sah den Glückspilz und fragte sofort: „Hast du die Antwort für mich, mein junger Freund? Wer löst mich von dieser Plage ab?“ Der Glückspilz lächelte freundlich. „Ja, lieber Fährmann, die habe ich. Wenn jemand zu dir kommt und übergesetzt werden will“, erklärte er, „dann drücke ihm einfach das Ruder in die Hand! Dann ist er der Fährmann und du bist endlich frei! Du kannst gehen, wohin du willst!“ Der alte Fährmann war so überglücklich, dass er den Glückspilz umarmte! Er hatte jahrzehntelang auf diesen Moment gewartet! Aus Dankbarkeit gab er dem Glückspilz einen großen Beutel voller Goldmünzen, die er im Laufe der Jahre von den Passagieren bekommen hatte. „Nimm dies! Es ist dein Lohn für die gute Nachricht!“, rief der Fährmann fröhlich und sah dem Glückspilz nach, wie er mit einem leichten Herzen weiterzog. Als Nächstes erreichte der Glückspilz die Stadt, in der die Quelle vertrocknet war. Alle Menschen in der Stadt waren immer noch traurig und durstig. Sie sahen ihn kommen und fragten hoffnungsvoll: „Hast du eine Lösung für unser großes Problem? Wir haben so großen Durst!“ Der Glückspilz nickte ernst. „Ja, ich habe die Antwort“, sagte er. „Unter dem großen Stein, wo die Quelle entspringt, sitzt eine Kröte. Wenn ihr die Kröte entfernt, wird die Quelle wieder sprudeln und euch mit frischem Wasser versorgen.“ Die Leute der Stadt waren begeistert! Sie bedankten sich überschwänglich und schenkten dem Glückspilz eine Truhe voller glänzender Edelsteine. Ihre Freude war so groß, dass sie ihm die schönsten Steine ihrer Stadt gaben. Schließlich kam er zu der zweiten Stadt, wo der Apfelbaum keine goldenen Äpfel mehr trug. Auch hier waren die Menschen verzweifelt. „Kannst du uns helfen? Unser Baum trägt keine Früchte mehr!“, riefen sie ihm entgegen. „Ja“, antwortete der Glückspilz, „ich weiß, was dem Baum fehlt. Eine kleine Maus nagt an seiner Wurzel. Tötet ihr die Maus, wird der Baum wieder wunderschöne, goldene Äpfel tragen, so viele, wie ihr wollt!“ Die Bürger dieser Stadt waren ebenso dankbar und überreichten ihm einen weiteren Beutel voller glitzernder Goldmünzen. Sie feierten ihn als ihren Retter. Mit drei goldenen Haaren, gefüllten Beuteln voller Gold und Edelsteinen und einem Herzen voller Zufriedenheit kehrte der Glückspilz zum Schloss zurück. Er hatte seine Aufgabe erfüllt, und zwar mehr als das! Als er vor den König trat, konnte der König seine Augen kaum trauen. „Du bist zurück?! Und lebend?“, rief er überrascht. „Ich dachte, du würdest nie wiederkommen!“ Der Glückspilz lächelte nur und legte die drei glänzenden goldenen Haare des Teufels vor die Füße des Königs. „Hier sind die drei goldenen Haare, Eure Majestät. Und ich habe auch die Antworten auf all Eure Fragen mitgebracht.“ Der Glückspilz erzählte dem König von dem Fährmann, der jetzt frei war, von der sprudelnden Quelle, die die Kröte verjagt hatte, und vom Apfelbaum, der nun wieder goldene Früchte tragen würde, nachdem die Maus entfernt worden war. Der König hörte aufmerksam zu und war beeindruckt von den cleveren Lösungen. Doch als der König hörte, wie viel Gold und Edelsteine der Glückspilz für diese Antworten bekommen hatte, da begann sein Herz, gierig zu werden. „Moment mal!“, sagte der König nachdenklich. „Der Fährmann hat dir Gold gegeben, die Stadt mit der Quelle hat dir Edelsteine gegeben, und die Stadt mit dem Apfelbaum hat dir auch Gold gegeben. Wie konnte ich denn auch so reich werden? Gibt es da nicht auch einen Weg für mich, all dieses Gold zu bekommen?“ Er rieb sich die Hände und seine Augen funkelten vor Gier. Der Glückspilz, der sehr klug war, sah die Gier in den Augen des Königs. Er lächelte innerlich. „Oh ja, Eure Majestät“, sagte er ganz unschuldig, „es gibt einen Weg. Der Fährmann am großen Fluss hat mir gesagt, dass er jedem, der ihn über das Wasser setzt, einen großen Schatz geben wird, wenn er dann das Ruder übernimmt.“ Der König hörte genau zu, seine Augen wurden immer größer. „Wenn Ihr selbst zum Fluss geht und dem Fährmann helft, dann wird er Euch sicherlich den allergrößten Schatz geben, den er besitzt. Er wird Euch sogar das Ruder in die Hand drücken!“ Der König, ganz verblendet von der Idee, so viel Gold zu bekommen, dachte nicht lange nach. „Das ist eine wunderbare Idee!“, rief er. „Ich gehe sofort zum Fährmann und werde unermesslich reich!“
Auf Wiederhören!
Vielen Dank, dass du bei dieser spannenden Geschichte dabei warst! Wir hoffen, du hattest viel Freude mit dem Teufel und seinen drei goldenen Haaren. Wir würden uns riesig freuen, von dir zu hören! Sag Sonacasts, was dir gefallen hat oder welche Abenteuer du als Nächstes erleben möchtest. Vielleicht malst du ja ein Bild vom Fährmann oder denkst dir eine eigene, mutige Geschichte aus? Bis zum nächsten Mal, wenn wir gemeinsam in eine neue, zauberhafte Welt eintauchen! Auf Wiedersehen!






